Dienstag, 10. April 2018

Rezension: So bitter die Rache von Eric Berg

Titel: So bitter die Rache 

Autor: Eric Berg

Verlag: Limes

Seitenzahl: 416

ISBN-10: 3809026603

ISBN-13: 978-3809026600

Preis: 15,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Hinter idyllischen Fassaden lauert das Verbrechen ...

Nach Jahren im Ausland kehrt Ellen Holst mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück – und hofft, in dem kleinen Haus in der beschaulichen Siedlung »Vineta« in Heiligendamm endlich zur Ruhe zu kommen. Erst beim Einzug erfährt sie, dass sich in ihrem neuen Zuhause vor sechs Jahren ein schreckliches Gewaltverbrechen ereignet hat – drei Menschen wurden ermordet. Ellen will sich von der schauerlichen Vorgeschichte ihres Hauses nicht irre machen lassen, doch plötzlich kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen: Gegenstände verschwinden spurlos aus dem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Und es gibt merkwürdige Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren …

 

 

Meine Meinung: 

"So bitter die Rache" ist der neue Kriminalroman des Autors Eric Berg. Da mir andere Werke des Autors schon sehr gefallen haben, war meine Vorfreude auf seinen neuen Krimi groß und daher blieb das Buch auch gar nicht lange ungelesen. 

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Ellen Holst. Ellen ist gerade mit ihrem Sohn zurück nach Deutschland gezogen und hofft in der kleinen Siedlung "Vineta" in Heiligendamm ein ruhiges Zuhause schaffen zu können. Aber direkt beim Einzug bekommt das wunderschöne Haus einen bitteren Beigeschmack, denn Ellen erfährt, dass genau in ihrem neuen Heim drei Menschen ermordet wurden. Ellen beschließt, trotz ihres mulmigen Gefühls, das Beste aus der Situation zu machen, aber als plötzlich Gegenstände spurlos verschwinden und Ellen sich beobachtet fühlt, sind dies deutliche Parallelen zu den Geschehnissen sechs Jahre zuvor ... 



Der Einstieg in diesen Krimi ist mir gut gelungen. Eric Berg's flüssiger und angenehm zu lesender Schreibstil wird hier durch seine schönen, bildhaften Beschreibungen ergänzt, die eine tolle Atmosphäre schaffen. Es gibt verschiedene Erzählstränge, bei denen ich zu Beginn noch gar keinen Zusammenhang erkennen konnte, die aber nach und nach ein stimmiges und bedrückendes Ganzes ergeben. Durch die verschiedenen Perspektiven war die Handlung vielschichtig und schon zu Beginn auf einem guten, mittleren Spannungsniveau. Die Geschichte war direkt rätselhaft und dadurch blieb es nicht aus, dass ich an den Seiten geklebt habe und unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert und wie alles letztlich zusammenhängt. 


Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Das einzige kleine Manko war vielleicht, dass ich mir bei manchen Dingen, beziehungsweise Eigenschaften etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte. Alle Charaktere, sowohl die Haupt - als auch die Nebencharaktere waren häufig sehr interessant gestaltet und hatten viele, spannende Facetten, was ich toll fand. Das Zusammenspiel der Charaktere fand ich ebenfalls schön dargestellt. Man hat hier als Leser/Leserin die Möglichkeiten sehr viel selbst mitzurätseln, was ich toll fand und besonders klasse fand ich, dass man sich bis zur Auflösung, am Ende, nicht 100 Prozentig sicher sein kann, was die eigenen Theorien angeht. 


Die Emotionen hat der Autor in verschiedenen Themen gut rübergebracht. Am meisten Gänsehaut hat mir der Erzählstrang um Malush und seine Schwester beschert, auch wenn ich den Anlass für das Drama ein bisschen erahnen konnte. Mit diesem Charakter hat mich Herr Berg zum nachdenken gebracht und neben den emotionalen Momenten auch gelungene Grautöne geschaffen, die bewegen. Den Spannungsbogen hat Eric Berg, besonders durch die verschiedenen Erzählstränge, bis zum Ende konstant auf einem hohen Niveau gehalten und am Schluss sogar noch für eine Steigerung gesorgt. Der einzige kleine Makel war, meiner Meinung nach, dass das Ende etwas schnell abgehandelt wurde. Es wirkte etwas knapp erläutert, im Vergleich zur restlichen Handlung. Ein paar Seiten mehr hätten mir hier gut gefallen, aber das ist wirklich meckern auf sehr hohen Niveau. Ich gebe diesem Krimi gerne 4,5 Rosen und runde diese auf 5 auf.


Positiv: 

* sehr gute Ausarbeitung der Charaktere

* spannender Handlungsaufbau

* schöne Vermittlung der Emotionen

* der Autor hat tolle Schattierungen geschaffen und bewegt sich aus dem Schwarz/ 

   Weiß - Denken in interessante und menschliche Grautöne


Negativ: 

* das Ende hätte, für mich etwas ausführlicher sein können


Mit "So bitter die Rache" zeigt Eric Berg erneut, dass er gelungene Kriminalromane schreiben kann. Eine schöne Mischung aus Emotionen und facettenreichen Charakteren ergänzt die konstant interessante und spannende Handlung und sorgt dafür, dass ich mich jetzt schon auf den nächsten Berg - Krimi freue!

 

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