Donnerstag, 26. April 2018

Rezension: Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni #Werbung

Titel: Den Zauber zwischen den Seiten

Autorin: Cristina Caboni

Übersetzerin: Ingrid Ickler

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl ( Printausgabe ): 352

ASIN: B077C3YLZ7

Preis: 8,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Meinung:  

"Der Zauber zwischen den Seiten" ist ein Roman der Autorin Cristina Caboni. Dieses Buch durfte ich im Rahmen der "Hello Sunshine" Aktion des Blanvalet Verlags vorablesen und kennzeichne diesen Beitrag, da er zu einer Aktion gehört, als Werbung.

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Sofia. Bücher haben seit jeher eine faszinierende Wirkung auf die junge Frau. Sofia, die eher zurückhaltend ist, liebt es durch das Lesen der Realität zu entkommen, das Papier zu riechen und sich in andere Welten zu träumen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein Buch geschenkt bekommt, entdeckt sie während, sie es restaurieren möchte einen Brief einer gewissen Clarice, der im Einband versteckt war. Clarice' Zeilen wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschrieben und sie geben Sofia das Gefühl einer Zusammengehörigkeit, weil sie sich dem jungen Mädchen direkt verbunden fühlt. Da der Brief nicht Clarice' ganze Geschichte enthüllt, macht sich Sofia auf die Suche nach weiteren Zeilen und findet währenddessen Stück für Stück auch wieder mehr zu sich selbst ...



Der Schreibstil von Cristina Caboni hat mir direkt zu Beginn schon sehr gut gefallen. Ich konnte die Liebe der Autorin für das Lesen, Geschichten und natürlich die Bücher, auf fast jeder Seite spüren, ohne, dass dies jemals gewollt wirkte. Ich glaube, das jeder passionierte Leser/jede Leserin sich irgendwo in diesem Buch wiederfindet und für mich war es ein wirklich tolles Leseerlebnis. Dies wurde nicht zuletzt durch einige wunderbare und liebevoll ausgewählte Zitate begünstigt, die emotional sind und nachdenklich stimmen.

 

Die Geschichte selbst wird in zwei Zeitebenen erzählt und so begleitet der Leser/die Leserin die Protagonistin Sofia in der Gegenwart und erlebt mit ihr eine Suche zu ihren eigenen Wünschen, bei der man zwangsläufig auch selbst zum nachdenken gebracht wird. Zum anderen gibt es mit der Geschichte um Clarice eine bewegende und emotionale Erzählung, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts anfängt. Die beiden Frauen verbindet mehr, als man zunächst ahnen kann, aber das war nicht das einzige, was die Geschichte spannend gemacht hat.

 

Während Sofia auf dem Weg zu sich selbst ist und man ihre Verlorenheit und ihre Selbstzweifel förmlich spüren kann, begegnet man mit Clarice einer wunderbaren und eigensinnigen jungen Frau, die sich aus den gesellschaftlichen Anforderungen befreit und auch als Frau, die es zu ihrer Zeit noch deutlich schwerer hatten, einen Beruf ausüben und nicht nur Ehefrau sein möchte. Beide Handlungsstränge hatten ihren Reiz, aber bei Clarice hat mich die Autorin ein kleines bisschen mehr mitfiebern lassen. 

 

Was ich ganz bezaubernd und auch schön stimmig fand, war, dass sich die Thematik rund um Bücher und Lesen wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht und Frau Caboni damit auch gesellschaftskritische Themen gelungen verpackt hat. Sehr interessant fand ich auch den Aspekt der Buchbinderei. Die Beschreibungen hier haben mich den Leim beinahe riechen und das poröse, alte Papier fast fühlen lassen. Aus diesen Gründen kann ich gar nicht anders, als bei diesem Buch auf die Höchstwertung aufzurunden.

 

"Der Zauber zwischen den Seiten" bietet eine emotionale und vielschichtige Handlung, bei der die Liebe zu Büchern, wie ein roter Faden mitschwingt. Die Abwechslung und die starken Charaktere konnten mich begeistern und ich habe mehr als einmal mit ihnen mitgefühlt. Alle Daumen nach oben für dieses Buch!