Mittwoch, 18. April 2018

Rezension: Das Gen - Eine sehr persönliche Geschichte von Siddhartha Mukherjee

Titel: Das Gen

Autor: Siddhartha Mukherjee

Übersetzerin: Ulrike Bischoff

Verlag: S. Fischer 

Seitenzahl: 768

ISBN-10: 3100022718

ISBN-13: 978-3100022714

Preis: 26,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Warum sind wir so, wie wir sind?
Was ist in der Familie angelegt, was erworben?
Was können wir selbst bestimmen?

Großartig, fesselnd und folgenreich: Pulitzerpreisträger und Bestseller-Autor Siddhartha Mukherjee erzählt meisterhaft die Geschichte der Entzifferung des Mastercodes, der unser Menschsein bestimmt. Das große Buch eines begnadeten Erzählers und Arztes, das gewaltige Panorama einer machtvollen Entdeckung.
Als Siddhartha Mukherjee seinen Bestseller »Der König aller Krankheiten« beendet hatte, machte er sich auf eine Reise in die indische Heimat. Er besucht Cousin Moni, der an Schizophrenie leidet – wie auffällig viele seiner Verwandten. Fasziniert beginnt Mukherjee sich mit der Geschichte der Gene zu beschäftigen: Von den Erbsenkreuzungen Mendels bis zur neuesten Gen-Bearbeitungs-Methode CRISPR schreibt Mukherjee den spannenden Roman einer wissenschaftlichen Suche und verwebt ihn mit der Geschichte seiner Familie. Packend und einzigartig.

 

 

Meine Meinung: 

"Das Gen - Eine sehr persönliche Geschichte" ist ein Buch des Autors Siddhartha Mukherjee. In diesem Buch geht es aber nicht nur um die Genetik ansich, sondern der Autor lässt auch Anteile seiner Familiengeschichte einfliessen, die mehr sind als bloße anschauliche Beispiele. 

 

Siddhartha Mukherjee befasst sich in dem Prolog, sechs Teilen und einem Epilog, mit der Genetik. Beginnend mit den ersten Entdeckungen und Wiederentdeckungen ab dem Jahr 1865, geht es in logischer und zeitlich korrekter Aufeinanderfolge um die Entschlüsselung der Vererbung und ihre Mechanismen, das Klonen und die Gensequenzierung und die Humangenetik. In den Teilen fünf und sechs befasst sich der Autor dann auch mit der Identität und der "Normalität" und lässt auch die neuesten Ergebnisse aus der Forschung nicht außer Acht.  


 

 

Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der Autor schreibt flüssig und trotz fachlich anspruchsvoller Themen gut verständlich, sodass man auch ohne Vorwissen vieles aus dem Buch für sich mitnehmen kann. Besonders schön fand ich, dass es nicht nur geballtes Wissen beinhaltet, sondern auch einige persönliche Einflüsse aus dem familiären Umfeld des Autors eingeflochten werden. Das lockerte die fachlichen Themen auf empathische und anschauliche Weise auf und brachte auch eigene Gefühle und Gedanken von Herrn Mukherjee mit hinein, was alles zusammen ein wirklich stimmiges Bild ergeben hat. 


Insgesamt fand ich das Buch wirklich spannend gemacht und es ist alles andere als ein trockenes Sachbuch. Als Leser/Leserin ist man nah an der Materie dran und kann mit dem Autor gemeinsam pro und kontra von den Anfängen der genetischen Forschung bis hin zu den neuesten Methoden betrachten. Super fand ich zudem, dass manches durchaus zum nachdenken anregt.


Positiv: 

* flüssiger, anschaulicher und gut verständlicher Schreibstil

* interessante Themeninhalte mit persönlicher Note

* spannend zu lesen

* sehr guter, logischer Buchaufbau

* es bleiben keine Lücken in der bisherigen Geschichte der Gen - Forschung, da der 

   Autor alle Bereiche mit profunden Wissen abzudecken weiß


Negativ: 

* nichts


"Das Gen - Eine sehr persönliche Geschichte" hat mich durch die vielschichtige und schön aufgebaute Handlung überzeugt und mit der ansprechenden Erzählweise und den persönlichen Einflüssen des Autors begeistert. Dies ist ein Buch für jede/n, der/die sich näher mit dem Thema Gene befassen möchte und von staubtrockener Lektüre die Nase voll hat! Daher empfehle ich es sehr gerne weiter!