Donnerstag, 5. April 2018

Kurzrezension: Kalte Sonne von Sven Koch

 

Titel: Kalte Sonne

Autor: Sven Koch

Verlag: Knaur TB

Seitenzahl: 352

ISBN-10: 3426521547

ISBN-13: 978-3426521540

Preis: 14,99 Euro 









 

Inhalt: 

Mit seinen Nordsee-Krimis, den atmosphärischen "Dünen"-Krimis um das Ermittler-Duo Tjark Wolf und Femke Folkmer, hat sich Sven Koch bisher einen Namen gemacht. Jetzt erscheint mit "Kalte Sonne" sein erster Psychothriller rund um ein atmosphärisches Naturschauspiel, das auf dem dänischen Jütland zu beobachten ist.
Sort Sol, die schwarze Sonne, verwandelt den stürmischen Herbst in Dänemark in eine unheimliche Kulisse für einen eiskalten Psychothriller: Während gigantische Vogelschwärme auf Jütland den Himmel verdunkeln und Bilder von Überschwemmungen die Nachrichten dominieren, sieht die 35-jährige Maja im Fernsehen etwas, das unmöglich ist:
Der Mann, der im Hintergrund durchs Bild läuft, ist Erik, ihr verstorbener Ehemann!
Nur wurde Eriks Leiche vor fünf Jahren aus dem Meer gezogen und mittels DNA-Abgleich eindeutig identifiziert. Maja beginnt, die gemeinsame Vergangenheit auf den Kopf zu stellen. Was sie findet, beschwört ein Unwetter herauf, ebenso dunkel und unheimlich wie die Zeit der schwarzen Sonne.

 

 


Lesegrund: 

Der erste Thriller des bekannten Krimi - Autors Sven Koch hat direkt meine Neugier geweckt. Der Inhalt klang  vielversprechend und ich habe mich auf eine spannende Geschichte gefreut.

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Maja. Maja lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Emma auf Jütland und gerade im Herbst bestaunen viele dort das Szenario der gigantischen Vogelschwärme, die nach Süden aufbrechen. Eines Tages macht Emma ihre Mutter darauf aufmerksam, dass sie ihren Vater im Fernsehen gesehen hat, den Mann der schon vor ihrer Geburt verstorben ist. Maja kann es nicht glauben, aber sie beginnt Fragen zu stellen, die Dinge aus der Vergangenheit aufwühlen und die manchen Leuten überhaupt nicht passen ...

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Sven Koch ist einfach gehalten und dadurch sehr flüssig zu lesen. Die bildhaften Beschreibungen haben mir erst gut gefallen, aber manches wurde mir im Verlauf zu detailverliebt, was stellenweise leider ein bisschen langatmig wirkte. 



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ein besonderes Augenmerk hat der Autor hierbei auf die Protagonistin Maja gelegt. Die anderen Charaktere wirken dagegen eher grob skizziert. Da hätte ich mir etwas mehr Ausgewogenheit gewünscht. 

 

Spannung: 

Die Geschichte hat mich zu Beginn direkt neugierig gemacht und ich war gespannt welche Dinge Maja in Erfahrung bringen würde. Leider nimmt die Spannung schon vor der Hälfte des Buches deutlich ab, und steigt auch erst im sehr knappen und arg vollgepackten Showdown wieder an. Das Finale hätte, meiner Meinung nach, etwas mehr Seiten verdient, vorallem weil es doch viele Themen und Inhalte sind, die hier nochmal erwähnt und verknüpft werden. 

 

Emotionen:  

Die Emotionen kommen in dieser Geschichte vorallem durch die Gefühle und Gedanken der Protagonistin Maja zum tragen. Dadurch, dass sie authentisch dargestellt wurde und man sie als Leser/Leserin gut kennenlernen konnte, habe ich ihr ihre Emotionen abgenommen und konnte manche auch durchaus nachvollziehen. Das hat mir gut gefallen.  

 

"Kalte Sonne" punktete bei mir mit einem brisanten Thema und einer interessanten Protagonistin. Leider war die Handlung teilweise etwas zäh und es fehlte an durchgängiger Spannung. Für mich ist dieses Buch eher ein Spannungsroman, als ein Thriller. 

 

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