Freitag, 2. März 2018

Kurzrezension: Der Schattengarten von Anna Romer

Titel: Der Schattengarten

Autorin: Anna Romer

Übersetzer: R. de Hollanda & pociao

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 512

ISBN-10: 344248684X

ISBN-13: 978-3442486847

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen ...

 

 

Lesegrund: 

Das letzte Buch von Anna Romer hatte mir gut gefallen, weshalb auch ihr neues Werk direkt auf meine Wunschliste gewandert ist. Der Inhalt klang auf jeden Fall wieder vielversprechend für mich. 

 

Handlung: 

In diesem Roman geht es um die Protagonistin Lucy Briar. Lucy ist gerade aus London zurück nach Melbourne gezogen, um ein bisschen Ruhe in ihr Leben zu bringen. Doch ein Unfall von Lucy's Vater Ron erinnert die Protagonistin direkt an Geschehnisse aus der Vergangenheit. Um ihrem Vater einen Gefallen zu tun erklärt sie sich bereit in Bitterwood Park, nach einem Fotoalbum zu suchen und stößt dabei auf ein Geheimnis, mit dem sie niemals gerechnet hat ...

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Anna Romer ist sehr detailliert und bildhaft, was mir teilweise gut gefallen hat. In einigen Passagen waren mir die Beschreibungen zu langatmig, vorallem weil die Autorin ab und an das Augenmerk auf eher nebensächliche Dinge gelegt hat, anstelle den relevanten Inhalten mehr Gewicht zu geben. 



Charaktere: 

Mit der Ausarbeitung der Charaktere konnte mich Anna Romer fast komplett überzeugen. Ich fand die Charaktere interessant und auch die Nebencharaktere wurden liebevoll dargestellt. Bei der Protagonistin hätte ich mir, besonders gegen Ende, ein bisschen mehr Entwicklung gewünscht, aber ansonsten haben mir die Darstellungen der Akteure gut gefallen. 

 

Spannung: 

Der Spannungsbogen wird besonders durch die verschiedenen Erzählstränge gut aufrechterhalten und erfährt eine Steigerung durch die informativen Ereignisse der Vergangenheit. Insgesamt hat die Geschichte aber eher ein niedriges Spannungsniveau, weshalb ich mir an manchen Punkten schon einen Spannungsanstieg gewünscht hätte. Meiner Meinung nach, lag die etwas niedrige Spannung aber auch den etwas langatmigen Passagen, die bestimmt ihren Teil dazu beigetragen haben.

 

Emotionen:  

Die Emotionen hat Anna Romer schön rübergebracht und ich habe die emotionalen Momente auch stets als glaubhaft empfunden, was mir ja immer wichtig ist. Lediglich am Ende hätte ich mir etwas mehr Platz für die Gefühle der Protagonistin gewünscht. Aber das war nur ein ganz kleiner Minuspunkt, für mich. 

 

"Der Schattengarten" hat leider ein paar langatmige Passagen, die die durchaus interessante Handlung, manchmal etwas schwächer wirken liessen. Dennoch konnte mich die Autorin, mit ihrer Geschichte, über weite Strecken gut unterhalten.