Montag, 15. Januar 2018

Kurzrezension: Töchter einer neuen Zeit von Carmen Korn

Titel: Töchter einer neuen Zeit 

Band: 1 von 3 

Autorin: Carmen Korn

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl: 560

ISBN-10: 349927213X

ISBN-13: 978-3499272134

Preis: 10,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland

Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben.
Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück.

«Töchter einer neuen Zeit» ist der Auftakt einer Trilogie, die diese vier Frauen, ihre Kinder und Enkelkinder durch das 20. Jahrhundert begleitet.

 

 


Lesegrund: 

Dieses Buch wollte ich schon länger lesen, da ich Geschichten, die über mehrere Generationen gehen oftmals sehr interessant finde und dieses hat genau nach meinem Geschmack geklungen. 

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Henny Godhusen. Henny beginnt im Jahr 1919 gerade ihre Ausbildung zur Hebamme und die junge Frau hat bereits einen Weltkrieg miterlebt. Nicht zuletzt aus diesem Grund hungert Henny geradezu nach Leben. Drei ganz unterschiedliche Frauen begleiten sie auf ihrem Weg. Zum einen Ida, die außer der Beletage kein anderes Leben kennt, Henny's Kollegin Käthe, die in ihrer Unterstützung für die Kommunisten aufgeht und die alleinstehende Lehrerin Lina, die für ihre Zeit sehr unkonventionell lebt. Die vier Frauen teilen alles was zum Leben gehört miteinander und auch als die politische Situation in Richtung des zweiten Weltkriegs geht halten sie fest zusammen ... 

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Carmen Korn hat mich leider nicht ganz überzeugt. In meinen Augen gibt es zuviele Stellen, die zu abgehakt wirkten. Die Übergänge zwischen den, häufig wechselnden, Themeninhalten waren mir leider oft zu holprig und so war das lesen manchmal etwas anstrengend. 



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir leider auch nur bedingt gut gefallen. Es gab ein paar schöne Ansätze, aber dennoch blieben mir einige der Charaktere einfach zu glatt und wenig greifbar. Besonders schade fand ich dies bei den Protagonistinnen. Die Nebencharaktere fand ich in Ordnung, aber ebenfalls nicht allzu aussagekräftig. 

 

Spannung:  

Durch die wechselnden Erzählstränge wirkte die Handlung zunächst richtig interessant, aber im Verlauf musste ich leider schnell merken, dass es mehr und mehr langatmige Passagen gab. Das fand ich etwas schade, vorallem weil ich mir bei der Thematik doch etwas mehr Spannung erhofft hatte. 

 

Emotionen:   

Bei den Emotionen merkt man durchaus die Versuche der Autorin, aber ich muss gestehen, dass die Gefühle nicht so richtig bei mir ankamen. Von der Thematik her war es so leider einiges an verschenkten Potenzial, was ich echt schade fand. Gerade die Kriegsjahre und bei so verschiedenen Charakteren hatte ich mir von der emotionalen Ebene deutlich mehr versprochen, als ich bekommen habe. Schade. 

 

Von "Töchter einer neuen Zeit" hatte ich mir leider mehr erhofft, als ich bekommen habe. Vielleicht kommt die Geschichte bei eingesessenen Hamburgern, aufgrund der Ortsbeschreibungen, noch besser weg, aber mir fehlte es vorallem an Emotionen und einer spannenden Handlung.