Sonntag, 7. Januar 2018

Kurzrezension: Das Flüstern der Schuld von Sam Hepburn

 

Titel: Das Flüstern der Schuld 

Autor: Sam Hepburn

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 528

ISBN-10: 344248622X

ISBN-13: 978-3442486229

Preis: 10,00 Euro 









 

Inhalt: 

Die junge Köchin Gracie hat alles, wovon andere nur träumen können: eine vielversprechende Karriere, ein hübsches Haus, einen attraktiven Ehemann sowie eine süße Tochter. Als sie eines Tages ihre Tochter zur Tanzschule bringt, begegnet sie Juliet. Gracie reagiert zunächst zurückhaltend, denn die mittellose Alleinerziehende ist ganz anders als sie und steckt ständig in Schwierigkeiten. Doch Juliet setzt alles daran, mit Gracie befreundet und Teil ihres perfekten Lebens zu sein. Allmählich vertraut Gracie sich Juliet an, gesteht ihr die erschütternden Geheimnisse, die sich hinter ihrer glänzenden Fassade verbergen. Geheimnisse, die drohen, beiden Frauen zum Verhängnis zu werden ... 

 

 


Lesegrund: 

Auf dieses Buch bin ich durch den Klappentext aufmerksam geworden. Der Inhalt klang für mich nach einer spannenden Geschichte und daher blieb das Buch auch nicht lange ungelesen. 

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Gracie. Gracie ist eine erfolgreiche Köchin und hat nicht nur beruflich ihr Glück gefunden. Besonders wichtig ist ihr ihre Familie mit ihrem Ehemann und ihrer kleinen Tochter. Als sie ihre Kleine eines Tages bei der Tanzschule abliefert, begegnet sie der alleinerziehenden Juliet. Gracie ist zunächst sehr zurückhaltend, weil Juliet so anders ist als sie selbst, aber letztere setzt alles daran Teil von Gracie's Leben zu werden. Nach und nach vertraut sich Gracie ihrer neuen Freundin an und erzählt auch von Geheimnissen, die beiden Frauen zum Verhängnis werden könnten ...

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Sam Hepburn ist leicht und flüssig zu lesen, was mir gut gefallen hat. In verschiedenen Erzählsträngen gibt die Autorin vorallem Einblick in das Leben der Protagonistinnen Gracie und Juliet. Zudem gibt es aber auch Einflechtungen einer weiteren Person, bei der man zunächst nicht genau weiß, wo sie einzuordnen ist.  



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir ziemlich gut gefallen. Der Leser/die Leserin kann beide Protagonistinnen gut kennenlernen und erhält auch direkt einen schönen Einblick in die jeweilige Gefühlswelt. Für meinen Geschmack hat sich Sam Hepburn hier leider manchmal in eher nebensächlichen Details verloren, was zu einigen langatmigeren Passagen geführt hat. Das trübte meinen Lesespass leider ein wenig. 

 

Spannung: 

Ja, die Spannung war der Punkt in diesem Buch von dem ich mir am meisten versprochen hatte, der mich aber letztlich am wenigsten überzeugen konnte. Das war natürlich ziemlich schade, da ich das Buch vorallem wegen des Spannungsaspekts lesen wollte. Für meinen Geschmack gibt es zulange so gut wie keine Spannung und auch im Verlauf der Geschichte steigt sie, in meinen Augen, nur geringfügig an. Die Buchidee hatte viel Potenzial, aber in Sachen Spannung hat die Autorin es hier leider nicht gut genutzt. 


Emotionen:  

Die Emotionen kamen, auch schon durch die detaillierte Beschreibung der Charaktere, häufig gut rüber. Die Situationen im zwischenmenschlichen Bereich sind glaubwürdig gewesen, aber oftmals etwas zäh zu lesen. Die Thematik bietet viel Platz für verschiedenste Emotionen, die mich auch beim Lesen, mal mehr, mal weniger begleitet haben. 

 

"Das Flüstern der Schuld" konnte meine Erwartungen, besonders in Sachen Spannung, leider nicht erfüllen. Es gab gute Anteile, aber diese konnten die negativen Aspekte für mich leider nicht komplett aufwiegen. Ich gebe diesem Buch 2,4 Rosen, abgerundet auf 2. 

 

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