Sonntag, 24. Dezember 2017

Rezension: Die Überwindung der Gleichgültigkeit von Alexander Batthyány

 

Titel: Die Überwindung der Gleichgültigkeit

Autor: Alexander Batthyány

Verlag: Kösel

Seitenzahl: 208

ISBN-10: 346637197X

ISBN-13: 978-3466371976

Preis: 20,00 Euro 










Inhalt: 

Eine mitreißende Einladung zum guten Leben
Mitten im Wohlstand und Überfluss unserer Zeit wuchert ein besorgniserregendes Phänomen: Immer mehr Menschen sind in einer tiefen geistigen und existentiellen Verunsicherung und Entmutigung gefangen. Sie ziehen sich aus dem Leben zurück und suchen Ersatzbefriedigung im reinen Konsum oder in bedenklichen Massenbewegungen. Dem materiellen Wohlstand steht mit anderen Worten eine geistig-existentielle Verarmung gegenüber. Einige der Symptome: Menschen verlieren Zugang zu den eigentlichen Werten des Lebens. Wo Zusammenhalt und persönliche Verantwortung unsere Rettung wären, ziehen Kälte, Isolation, Vereinsamung, Entmutigung und Gleichgültigkeit ein.
Alexander Batthyány spürt den Ursachen und Gründen dieser Entwicklung nach. Sein Buch bietet praxisorientierte, wissenschaftlich fundierte persönliche Auswege aus der Gleichgültigkeit an. Jeder Mensch ist aufgerufen, sich in den Strom des Lebens und Teilens zu stellen. Dahinter wartet das Leben mit einer Überraschung auf: Unser Reichtum kommt nicht durch das zustande, was wir bekommen; sondern durch das, was wir zu geben bereit sind.

 

 

Meine Meinung: 

"Die Überwindung der Gleichgültigkeit" ist ein Buch des Autors Alexander Batthyány. Auf dieses Buch bin ich zuerst durch den Titel aufmerksam geworden, der mir sehr gut gefällt. Danach bestätigte mir der Klappentext, dass dieses Buch richtig interessant sein dürfte. Das Thema der Gleichgültigkeit, in vielen Facetten, wird ja besonders in den letzten Jahrzehnten immer mehr und daher war ich sehr neugierig, welche Auswege daraus, der Autor hier beschreiben würde. 

 

Dass der Wohlstand und der Überfluss in unserer Gesellschaft sehr groß sind, ist sicher den meisten Menschen bewußt. Genauso wie die Tatsache, dass dies allein, vielleicht sogar im Gegenteil, nicht glücklich macht. Warum zum Beispiel die menschliche Werte ins Hintertreffen geraten erklärt der Autor wissenschaftlich fundiert und geht auch auf die Folgen dieser Entwicklungen ein. Zudem gibt er dem Leser/der Leserin Denkanstösse um aus dieser schädlichen Entwicklung ausbrechen zu können. Dies geschieht vorwiegend in Anlehnung an die Aussagen und Erkenntnisse von Viktor E. Frankl. 



Der Einstieg in dieses Buch ist mir zunächst ganz gut gelungen. Der Autor schreibt in klaren, manchmal etwas längeren Sätzen, die ein bisschen mehr Konzentration erfordern, was ich aber nicht schlimm finde. Was mir leider schon sehr bald aufgefallen ist, ist, dass es, für meinen Geschmack, keinen richtigen roten Faden in diesem Buch gibt. Klar, die Thematik zieht sich durch das Buch, aber das ist mir etwas zu ungenau. Es gibt viele Themensprünge, die ich schon nach wenigen Kapiteln als unglaublich anstrengend empfunden habe. 


Die Inhalte sind meistens an Viktor E. Frankl's Aussagen angelehnt, was vom Autor wirklich oft erwähnt wird. Für meinen Geschmack etwas zu oft. Die Mischung aus Ratschlägen und wissenschaftlich und psychologisch fundierten Ergänzungen hat mir gut gefallen und lässt die Inhalte anspruchsvoller wirken. Wenn ich das allerdings abziehe bleibt leider nicht wirklich viel an neuen Erkenntnissen und das fand ich schon schade. 


Die Thematik finde ich ungemein wichtig und sie bringt auch viel Potenzial für verschiedene Lebensbereiche mit. Wovon ich mir jedoch deutlich mehr erhofft hatte waren die Lösungsvorschläge. Ich hatte keine Aha - Erlebnisse und mir fehlte vorallem das innovative an den Tipps. Vieles war mir schon bekannt und das fand ich etwas traurig, weil die Inhalte so doch weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben sind. 


Positiv:

* interessante Thematik


Negativ: 

* es gab viele Themensprünge und der rote Faden fehlte mir oftmals komplett

* die Lösungsvorschläge sind nicht wirklich neu und selten im Vergleich zu den 

   Erklärungen der Ursachen

* der Buchaufbau hat mir nicht so gut gefallen, da auch hier die inhaltlichen 

   Sprünge für mich manchmal nicht nachvollziehbar waren


Von "Die Überwindung der Gleichgültigkeit" hatte ich mir viel mehr versprochen als ich bekommen habe. Die Inhalte wurden mir oft zu sprunghaft geschildert und bei den Lösungen kam mir vieles bekannt und wenig innovativ vor.