Samstag, 23. Dezember 2017

Kurzrezension: Der Wasserdieb von Claire Hajaj

Titel: Der Wasserdieb

Autorin: Claire Hajaj

Übersetzerin: Karin Dufner

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 512

ISBN-10: 3764506342

ISBN-13: 978-3764506346

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Er kam, um zu helfen, doch zwischen Hoffnung, Liebe und Verrat verließ er den Weg der Gerechten ...

Nach dem Tod seines Vaters, eines Arztes, der ihn stets ermahnte, etwas Sinnvolles zu tun, geht der englische Ingenieur Nick nach Afrika, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Doch nach kurzer Euphorie gerät er zwischen alle Fronten. Er verliebt sich in Margaret, die Frau seines Gastgebers. Ihre Affäre droht nicht nur, das Glück einer ganzen Familie zu zerstören – sondern auch die Zukunft des jungen JoJo, der zu Nick wie zu einem Helden aufschaut. Darüber hinaus erkennt Nick, dass sein Arbeitgeber, der Gouverneur, korrupt ist. Er will aber nicht mehr tatenlos zusehen, wie die Bevölkerung von teuren Wasserlieferungen abhängig ist, obwohl ein einfacher Brunnen alle retten könnte. Er entwendet Geld und macht sich an die Arbeit. Eine wohlgemeinte Tat, die schwerwiegende Folgen für ihn hat – und für alle, die er liebt …

 

 


Lesegrund: 

Dieses Buch hat mich aufgrund des Klappentextes direkt angesprochen. Ich wollte gerne wissen, ob die Handlung so interessant und emotional ist, wie ich es mir erhofft hatte. 

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Nick. Nick arbeitet als Ingenieur und nach dem Tod seines Vaters, geht er nach Afrika um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Doch schon kurze Zeit später gibt es Probleme. Nicht nur, dass Nick sich ausgerechnet in die Frau seines Gastgebers verliebt und eine Familie zu zerstören droht, gefährdet er auch die Vision des jungen Jojo, der zu ihm aufschaut. Zudem stellt sich heraus, dass sein Arbeitgeber korrupt ist und Nick beschließt sich dagegen zur Wehr zu setzen und der Bevölkerung zu helfen ...
 

 

Schreibstil: 

Der Einstieg in die Geschichte ist mir dank des angenehmen und flüssig zu lesenden Schreibstils von Claire Hajaj gut gelungen. Die zwei Erzählperspektiven fand ich gut gewählt, aber leider haben sie, die immer wieder auftretenden, langatmigen Passagen nicht aufwiegen können.  



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich in Ordnung, aber leider nicht herausragend. Sie waren recht gut beschrieben, aber es fehlte mir ein bisschen an Facetten und dem Gefühl einem der Charaktere auf irgendeine Art und Weise näherzukommen und ihre Handlungen nachvollziehen und ihnen abnehmen zu können. 

 

Spannung: 

Der Spannungsbogen war, mir persönlich, ein bisschen zu niedrig angesetzt. Die vielen, langatmigen Stellen waren oftmals sehr zäh und das hat meine Lesefreude schon ziemlich getrübt. 

 

Emotionen: 

Die Emotionen waren der Punkt, von dem ich mir bei diesem Buch am meisten versprochen habe, aber leider konnte mich Claire Hajaj damit nicht überzeugen. Die Ansätze waren zwar zu erkennen, allein schon, aufgrund der Thematik, aber in der Umsetzung hat es mich nicht überzeugt. Ich hatte mir viel mehr bewegende Momente erhofft, die unter die Haut gehen, aber die waren leider sehr rar gesät.   

 

Bei dem Buch "Der Wasserdieb" fehlte es mir leider oftmals an Spannung und Emotionen. Da aber gute Ansätze zu erkennen waren, gibt es von mir 2,4 Rosen, abgerundet auf 2.