Sonntag, 6. August 2017

Kurzrezension: Antonias Tochter von Nora Elias

 

Titel: Antonias Tochter

Autorin: Nora Elias

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3442485541

ISBN-13: 978-3442485543

Preis: 10,00 Euro 











Inhalt: 

Köln 1945: Kurz vor Kriegsende flieht Antonia von Brelow von ihrem Landgut in Preußen ins einstmals prachtvolle Stadthaus der Familie in Köln. Um Geld zu verdienen, sieht sie sich gezwungen, Zimmer des Hauses zu vermieten. So bildet sie schließlich eine Gemeinschaft mit der Tänzerin Elisabeth, der Krankenschwester Katharina, dem Arzt Georg und ihrem intriganten Schwager Richard. Alle Bewohner des Hauses haben eine Vergangenheit, von der sie niemandem erzählen. Doch das größte Geheimnis hütet Antonia selbst: die Identität des Vaters ihrer kleinen Tochter Marie. Gemeinsam mit Georg, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, tritt Antonia schließlich eine Reise zum dunkelsten Punkt in ihrem Leben an ...

 

 


Lesegrund: 

Der Klappentext war der Anlass, warum ich diese Geschichte gerne lesen wollte. Denn diese wenigen Sätze haben meine Neugier geweckt.

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Antonia von Brelow. Antonia flieht im Jahr 1954 von ihrem preußischen Landgut, in das Stadthaus ihrer Familie, nach Köln. Dort muss sie, um Geld zu verdienen, einige Zimmer des Hauses vermieten. Doch was aus einer Notlage entstand wird zu einer Art Gemeinschaft. Mit der Tänzerin Elisabeth, dem Arzt Georg, der Krankenschwester Katharina und dem intriganten Richard, zieht auch ein Haufen Geheimnisse in das Haus. Doch das größte hütet wohl Antonia selbst und schließlich muss sie sich überlegen Georg die Wahrheit zu offenbaren, vorallem da sie sich immer mehr zu ihm hingezogen fühlt ...

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Nora Elias hat mir ganz gut gefallen. Die Autorin schreibt flüssig und die Beschreibungen sind nicht zu knapp, aber auch nicht zu detailverliebt. Ich habe mich mit dieser Mischung wohlgefühlt. 



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich solide gemacht, aber keiner von ihnen brachte den Tiefgang mit, den ich mir für eine Geschichte in dieser Zeit gewünscht hätte. Es war in Ordnung so, wie die Charaktere beschrieben wurden, aber leider auch kein bisschen mehr. Letzteres fand ich schade, da sie sich so nicht aus der Masse hervorgehoben haben.

 

Spannung: 

Den Spannungsbogen hat Nora Elias teilweise ganz gut gehalten. Was mich ein bisschen gestört hat war, dass manches doch sehr konstruiert auf mich wirkte und somit auch viele Dinge und Entwicklungen einfach zu vorhersehbar waren. Dadurch nahm mein Interesse die Geschichte zu verfolgen leider manchmal ganz schön ab.

 

Emotionen:  

Bei den Emotionen hatte ich leider dasselbe Empfinden wie bei der Spannung. Wäre manches glaubwürdiger gewesen, wären wahrscheinlich auch die Emotionen viel authentischer rübergekommen. Dass das in diesem Fall nicht so war, fand ich ein bisschen enttäuschend, denn ich hatte mir viel von dieser Geschichte versprochen. So befindet sie sich, für mich, leider nur im Mittelfeld. 

 

"Antonias Tochter" ist eine solide Geschichte, die sich gut lesen lässt. Leider fehlte es mir an Spannung und Emotionen, die ich bei der Thematik einfach erwarten würde und daher war es leider nicht mehr als eine nette Unterhaltung.

 

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