Montag, 17. Juli 2017

Rezension: Gray von Leonie Swan

 

Titel: Gray 

Autorin: Leonie Swan

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 416

ISBN-10: 3442314437

ISBN-13: 978-3442314430

Preis: 20,00 Euro











Inhalt: 

Nach dem sensationellen Erfolg von »Glennkill« der neue Tierkrimi von Leonie Swann!
Dr. Augustus Huff, Dozent an der berühmten Universität von Cambridge, hat plötzlich ein Problem: einer seiner Studenten ist in den Tod gestürzt. Nur ein tragischer Unfall oder Mord? Augustus vermutet Letzteres, denn das Opfer war alles andere als ein Engel. Ein Mörder im Elfenbeinturm – das darf nicht sein, und so macht sich Augustus, unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen, auf die Suche nach dem Täter. Der Vogel erweist sich aber als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der die richtigen Fragen stellt und Augustus begreift: nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken.

 

 


Meine Meinung: 

"Gray" ist ein Buch von der Autorin Leonie Swan. Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, da ich die Thematik super fand und einfach neugierig auf den kleinen Graupapageien war. 

 

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Dr. Augustus Huff. Augustus ist Dozent an der Universität von Cambridge und er liebt sein vorhersehbares, geregeltes Leben. Doch eines Tages taucht ein schwerwiegendes Problem auf, denn einer von Augustus' Studenten hat sich in den Tod gestürzt. Alle vermuten einen Unfall, aber der Dozent hat da so seine Zweifel und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen. Unvermittelte Hilfe erhält Augustus dabei von Gray, dem Graupapageien des verstorbenen Studenten und gerät bei seinen Nachforschung mit dem tierischen Gehilfen von einem Fettnäpfchen ins nächste, aber auch eine Theorie formt sich, wodurch die beiden ungleichen Hobbydetektive der Wahrheit immer näher kommen ...

 




Der Einstieg in diesen Kriminalroman ist mir sehr gut gelungen. Leonie Swan hat einen bildhaften und zeitgleich schön flüssigen Schreibstil, der sich problemlos und angenehm lesen lässt. Die Handlung ist schön aufgebaut und besonders das Cambridge Setting hatte, für mich, einen besonderen Reiz und so entstand eine tolle Atmosphäre. Auch das Thema Klettern machte das Buch nocheinmal interessanter und auch die damit verbundenen Emotionen vermittelt die Autorin gekonnt. 


Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ich mochte den Protagonisten Augustus echt gerne und auch wenn er mich zu Beginn doch sehr an "Adrian Monk" erinnerte, wurde er von Seite zu Seite immer authentischer. Das lag vorallem daran, dass er zwar seine Zwänge nicht verlor, die Autorin sie aber weniger häufig in den Vordergrund stellte, was mir auch besser gefallen hat. Auch die Nebencharaktere wurden von Frau Swan schön dargestellt und passten wirklich toll in die Handlung hinein. 


Der Kriminalfall konnte mich leider nicht überzeugen. Lange Zeit fand ich die Nachforschungen von Augustus und Gray echt süß und auch interessant gemacht. Das Tempo war hier aber lange Zeit eher gemächlich. Letzteres störte mich aber gar nicht, da Leonie Swan einen tollen Humor hat und es viele Momente gab, in denen mich Augustus und Gray zum Lachen gebracht haben. Das war klasse. Die Auflösung des Falles habe ich leider als sehr schwach und viel zu konstruiert empfunden. Es wirkte irgendwie aufgesetzt und wurde, meiner Meinung nach, auch viel zu schnell abgehandelt. 


Positiv: 

* tolles Setting

* schöne Ausarbeitung der Charaktere

* viele humorvolle Passagen

* interessante Spurensuche, bei der der Leser/die Leserin miträtseln kann


Negativ: 

* das Ende war leider, im Vergleich zur restlichen Handlung, sehr spannungsarm und 

  wurde, mir persönlich, zu schnell und konstruiert abgehandelt


Mit "Gray" hatte ich interessante und humorvolle Lesestunden, die auch das schwächere Ende fast aufwiegen konnten. Ich würde mich sehr über ein Wiederlesen mit den beiden Protagonisten freuen! In diesem Sinne und mal mit Gray's Worten: "Huff! Nimm ne Nuss!"

 

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