Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension: Das Hotel am Drachenfels von Anna Jonas

Titel: Das Hotel am Drachenfels

Band: 1 von ? 

Autorin: Anna Jonas 

Verlag: Piper Taschenbuch

Seitenzahl: 544

ISBN-10: 3492307906

ISBN-13: 978-3492307901

Preis: 10,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Silvester 1904: Majestätisch thront das Luxushotel Hohenstein im sagenumwobenen Siebengebirge. Bekannt für seine rauschenden Feste, lädt es auch an diesem Abend zu einer glanzvollen Neujahrsfeier. Nur mit einem Gast hat Hotelier Maximilian Hohenstein nicht gerechnet: Konrad Alsberg, sein unehelicher Halbbruder, ist gekommen, um Anspruch auf die Hälfte des Hotels zu erheben. Und er ist nicht der Einzige, der etwas im Schilde führt. Auch das neue Dienstmädchen Henrietta scheint etwas zu verheimlichen. Als verborgene Wünsche eines jeden an die Oberfläche kommen, verstrickt sich die Familie Hohenstein immer tiefer im Geflecht von neuen Lebenswegen und folgenschweren Entscheidungen ...

 

 

Meine Meinung: 

"Das Hotel am Drachenfels" ist der erste Band der Saga um die Familie Hohenstein, geschrieben von der Autorin Anna Jonas. Das Buch ist mir damals direkt aufgefallen, da ich Familiengeschichten um neunzehnhundert sehr gerne lese und gespannt war, was mich mit der Familie Hohenstein und in ihrem Hotel alles erwarten würde. 

 

Die Geschichte beginnt an Silverster im Jahr 1904, im Luxushotel der Hohensteins, im sagenumwobenen Siebengebirge. Hier lädt der Hotelier Maximilian Hohenstein zu seiner alljährlichen und glanzvollen Neujahrsfeier. Doch in diesem Jahr taucht ein unerwünschter Gast auf, mit dem niemand gerechnet hatte und dieser ist niemand geringerer als Maximilian's Halbbruder, Konrad Alsberg.


Konrad ist gekommen, um Anspruch auf seinen Teil des Erbes, eine Hälfte des Hotels, zu erheben. Während Maximilian versucht Konrad loszuwerden, geschehen aber auch noch andere Dinge in der Welt der Hohensteins. So scheint zum Beispiel das neue Dienstmädchen Henrietta irgendetwas zu verheimlichen, womit sie bei weitem nicht die Einzige ist ...

 



Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Anna Jonas erzählt in der dritten Person und bietet einige verschiedene Handlungsstränge, die schon nach kurzer Zeit mein Interesse wecken konnten. Hinzu kommt, dass die Autorin die Gegebenheiten im Jahr 1904 toll beschreibt und sie dem gewünschten Fortschritt, der, in Form von Konrad Alsberg, ins Hotel kommt gegenüberstellt. Die bildhaften Beschreibungen hatten genau die richtige Menge an Details, sodass man sich auch noch eigene Vorstellungen machen konnte, was ich sehr gelungen fand. 

 

Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich gut, auch wenn natürlich einige Klischee's zu finden waren. Im Kontext haben mich diese aber tatsächlich nicht stark gestört, denn die Handlung bot durch die vielseitigen Erzählstränge und Geschehnisse immer wieder etwas interessantes. Der Klappentext gibt den Hauptinhalt, meiner Meinung nach, aber nur teilweise wieder. Konrad war jedenfalls nicht der Dreh und Angelpunkt, wie man von der Inhaltsangabe annehmen konnte. Stattdessen gab es viele verschiedene Geschichten, die sich um das Hotel Hohenstein, die Angestellten, seine Gäste und natürlich die Familie ranken. 

 

Den Spannungsbogen hat Anna Jonas gut gehalten und ich hatte immer Lust die Geschichte weiterzuverfolgen. Am Ende konnte mich die Autorin mit dem Finale auch komplett überraschen, was ich prima fand. Leider gab es kurz darauf auch ein paar Handlungen, die ich etwas unglaubwürdig empfunden habe, was ich echt schade fand, denn dadurch wirkte manches nicht ganz so stimmig auf mich. Dennoch gab es soviel positives und interessante Entwicklungen, die in mir schon die Vorfreude auf die Fortsetzung geweckt haben!

 

Positiv: 

* toller bildhafter Schreibstil und klasse Atmosphäre

* gute Ausarbeitung der Charaktere

* es gab unvorhergesehenes und überraschendes

* die verschiedenen Handlungsstränge weckten die Lust zum weiterlesen

 

Negativ: 

* einiges war ein bisschen klischeehaft

* am Ende gab es eine Entwicklung, die ich nicht glaubwürdig fand

 

"Das Hotel am Drachenfels" bietet eine bildgewaltige, opulente Hotelgeschichte mit vielen, interessanten Handlungssträngen, die mich sehr gut unterhalten hat! Fans von "Downtown Abbey" und ähnlichem werden hier sicherlich auf ihre Kosten kommen!

 

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