Samstag, 4. März 2017

Rezension: Glücksmädchen von Mikaela Bley

Titel: Glücksmädchen

Band: 1 von ?

Autorin: Mikaela Bley

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 320

ISBN-10: 3548288448

ISBN-13: 978-3548288444

Preis: 12,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?

 

 

Meine Meinung: 

"Glücksmädchen" ist der Auftakt zu einer Buchreihe geschrieben von der Autorin Mikaela Bley. Ich war auf dieses Buch aufgrund des vielversprechenden Klappentextes aufmerksam geworden und habe mich sehr darauf gefreut! 

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Ellen Tamm. Ellen arbeitet als Kriminalreporterin und sie hat auch ganz persönliche Gründe, die sie immer wieder zum Tod und zu Verlusten hinziehen. Als ihre Zwillingsschwester vor starb, ist auch in Ellen etwas gestorben und sie ist voller Schuldgefühle. 

 

Ihr neuester Fall nimmt sie emotional besonders mit, denn die achtjährige Lycke verschwindet plötzlich spurlos. Ellen stürzt sich in den Fall und missachtet ihre eigenen Grenzen, in der Hoffnung Lycke zu finden. Doch kann ihr gerade dieser Fall helfen ihre eigenen Dämonen zu überwinden? Und kann Lycke rechtzeitig gefunden werden?

 

 Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Ich fand den Schreibstil von Mikaela Bley sehr gut und flüssig zu lesen. Der Aufbau des Buches hat mir ebenfalls wirklich gut gefallen, ich mochte, das es eine recht gute Mischung aus Privaten Inhalten und Fallarbeit war. Manchmal hat die Autorin ihr Augenmerk zu sehr auf das Privatleben und das Gefühlsleben von Ellen Tamm gelegt, sodass der Fall um Lycke etwas in den Hintergrund geraten ist. 


Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich in den Grundsätzen gut, aber auch noch ausbaufähig. Die Protagonistin hat Frau Bley sehr gut ausgearbeitet und auch die Nebencharaktere, in Form von Ellen's Kollegen, fand ich überzeugend. Leider waren die anderen wichtigen Charaktere dagegen ziemlich blass und ich habe nicht genug über sie erfahren. 


Die Handlung war abwechslungsreich und sehr emotional. Die Emotionen wurden von der Autorin wirklich gut rübergebracht und ich hatte besonders wenn es um Lycke ging oftmals einen dicken Kloss im Hals. Auch Ellen's Situation hat mich berührt, aber es war manchmal ein bisschen zuviel. 


Den Spannungsbogen hat die Autorin recht gut gehalten und ich mochte das Rätselraten um Lycke's Familie. Die Auflösung war nicht so leicht zu erahnen, aber sie war mir etwas zu kurz abgehandelt worden. Dennoch muss ich sagen, dass das Buch für mich eher ein Spannungsroman, statt eines Psychothrillers ist und den Titel fand ich total unglücklich gewählt. Er passt so gar nicht zum Inhalt. Aber das sind im Vergleich eher kleinere Mankos für mich gewesen.

 

Positiv: 

* angenehmer und flüssiger Schreibstil

* gut ausgearbeitete Protagonistin

* interessanter Handlungsaufbau

* der Spannungsbogen wurde gut gehalten

 

Negativ: 

* eher Spannungsroman, anstatt eines Psychothrillers

* die Charaktere im Kriminalfall blieben leider sehr blass

 

"Glücksmädchen" ist eine gute Geschichte mit einer interessanten Protagonistin, die mich zwar nicht in allen Punkten überzeugen, mich aber dennoch gut unterhalten konnte! Von mir gibt es 3,5 Rosen, aufgerundet auf 4.


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