Freitag, 3. März 2017

Rezension: Das Echo der verlorenen Dinge von Anita Shreve

Titel: Das Echo der verlorenen Dinge

Autorin: Anita Shreve

Übersetzerin: Mechtild Sandberg

Verlag: Piper Taschenbuch

Seitenzahl: 304

ISBN-10: 3492309321

ISBN-13: 978-3492309325

Preis: 10,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Die englische Lazarettschwester Stella Bain irrt durch London. Sie hat alles verloren: ihr Gedächtnis, ihren richtigen Namen, ihre Familie. Aber sie ist mutig, sie will ihre Erinnerung zurück, auch um den Preis einer schrecklichen Wahrheit. Lange Gespräche mit dem jungen Londoner Arzt August Bridge führen sie in die eigene Vergangenheit - liegt dort der Schlüssel zu ihrem alten Leben?

 

 

Meine Meinung: 

"Das Echo der verlorenen Dinge" ist ein Roman der Autorin Anita Shreve. Auf dieses Buch bin ich durch den schönen Titel aufmerksam geworden und überzeugt hat mich dann der interessante Klappentext. Ich liebe solche emotionalen und geheimnisvollen Geschichten und habe mir von diesem Buch viel versprochen.

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Stella Bain. Stella ist eine englische Lazaretkrankenschwester und sie hat alles verloren. Im Jahr 1916 ist London noch vom Krieg gezeichnet und Stella ist auf der Suche nach ihren Erinnerungen. Sie erinnert sich nicht mehr an ihren Namen oder auch an ihre Herkunft. Dass der junge Arzt August Bridge sie aufnimmt und ihr mit der neuartigen Methode der Psychoanalyse Hilfe verspricht, gibt ihr neue Hoffnung. Doch die schmerzhaften Bilder sind nicht das schlimmste, denn Stella findet ihre Erinnerung und es stellt sich heraus, dass sie ihre Familie verlassen musste. Doch gibt es für sie noch ein Zurück?

 



Mit dem Einstieg in die Geschichte hatte ich, aufgrund des Schreibstils, von Anita Shreve, zu Beginn ein paar kleinere Probleme. Ich fand die abgehackten und sehr knappen Sätze gewöhnungsbedürftig und habe das Lesen, besonders bis ich mich daran gewöhnt hatte, als ziemlich holprig empfunden. 

 

Die Charaktere wurden von der Autorin gut ausgearbeitet. Ich finde sie hatten den nötigen Tiefgang der bei der Thematik wichtig war, aber große Sympathien konnte keiner von ihnen bei mir wecken. Die Handlung ist interessant, aber richtig gefesselt, so wie ich es mir gewünscht hätte, war ich leider nicht davon. 

 

Die Emotionen waren für mich das große Plus an der Geschichte. Die Zeit in der sie spielt und Stella's Schicksal lassen den Leser/die Leserin nicht kalt und mir ging es teilweise auch unter die Haut. Leider war manches sehr einfach vorherzusehen, was die Spannung ein wenig kaputt gemacht hat. Wäre der Spannungsbogen noch höher gewesen hätte ich die Geschichte definitiv noch besser bewertet, so bewegt sie sich, für mich, im guten Mittelfeld! 

 

Positiv: 

* interessante Buchidee

* gute Ausarbeitung der Charaktere

* gute Darstellung der Emotionen

 

Negativ: 

* einiges war leicht vorherzusehen, was die Spannung doch sehr minderte

* die Handlung hätte ein bisschen vielseitiger sein dürfen

 

"Das Echo der verlorenen Dinge" ist eine schöne, gefühlvolle Geschichte, die mich gut unterhalten, aber nicht gänzlich umgehauen hat!

 

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ach, schade. Vom Klappentext her klingt die Geschichte einfach grandios, aber für dich scheint sie ihr Potential ja nicht ganz ausgeschöpt zu haben. Vielleicht sollte ich mir das Buch eher mal aus der Bibliothek ausleihen, um zu gucken, ob es mir gefällt!

    LG,
    Mikka

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    1. Hey Mikka,
      ja das finde ich auch, deshalb wollte ich sie auch so gerne lesen. Es ist keine schlechte Geschichte, aber es hätte in manchen Punkten wirklich noch etwas mehr kommen können. Das ist ne gute Idee, dann merkst du schnell, ob es dir ähnlich geht wie mir. Vielleicht magst du mal berichten, wenn du es liest?
      Liebe Grüße, Petra

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