Samstag, 3. Dezember 2016

Rezension: Die Gesandten der Sonne von Wolf Serno

 

 

Titel: Die Gesandten der Sonne 

Autor: Wolf Serno

Verlag: Knaur HC

Seitenzahl: 624

ISBN-10: 3426653672

ISBN-13: 978-3426653678

Preis: 22,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

In seinem neuen Historienroman „Die Gesandten der Sonne“ lässt SPIEGEL-Bestsellerautor Wolf Serno („Der Wanderchirurg“, „Hexenkammer“, „Der Medicus von Heidelberg“) seine Leser eine abenteuerliche Reise von Bagdad nach Aachen hautnah miterleben. Die ärztliche Kunst des Mittelalters, dazu die schillernde Exotik des Orients sowie ein historisches Kuriosum, der Elefant Karls des Großen, verbinden sich zu einem einzigartigen, packenden Lesevergnügen.

Bagdad im Jahre 797. Im Auftrag Karls des Großen knüpft eine Gruppe wagemutiger Männer gute Kontakte zu Kalif Harun al-Raschid. Doch die Rückreise ins Frankenland erweist sich als ein einziges Abenteuer, da die »Gesandten der Sonne« kostbare Geschenke mit sich führen – darunter ein lebender Elefant. In dieser gefahrvollen Zeit wächst der junge Arzt Cunrad von Malmünd immer mehr in die Rolle des Anführers hinein – und stößt dennoch an seine Grenzen. Nicht zuletzt bei Aurona, der stolzen Langobardin.

 

 


Meine Meinung: 

"Die Gesandten der Sonne" ist ein Roman von Wolf Serno. In diesem Buch spielt die Geschichte in Bagdad im Jahre 797. Nach einem Auftrag von Karl dem Großen knüpft eine Gruppe mutiger Männer gute Kontakte zum Kalifen Harun al - Raschid. Sie nennen sich "Die Gesandten der Sonne" und ihre Rückkehr ins Frankenland stellt sie vor einige abenteuerliche Herausforderungen. 


Einer der Männer, der junge Arzt Cunrad von Malmünd, wächst nach einer Weile immer mehr in die Rolle des Anführers hinein, doch auch er stößt schon bald an seine Grenzen. Eine besondere Grenze stellt da Aurona, eine stolze Langobardin dar, die ihm seine Grenzen deutlich aufzeigt ...

 

Der Einstieg in diesen historischen Roman ist mir gut gelungen. Wolf Serno erzählt die Geschichte aus der Sicht des Protagonisten Cunrad von Malmüd, indem er den Protagonisten einem seiner Gastgeber, seine Geschichte in rückblickender Form erzählt. Diese Art hat mir gut gefallen und ich habe eine schöne Sichtweise auf die Erlebnisse des Protagonisten bekommen. 

 

Zudem haben mir die Beschreibungen von Wolf Serno, die schön bildhaft sind, richtig gut gefallen. Durch diese Veranschaulichungen kam eine sehr gelungene Atmosphäre auf, die einem als Leser/Leserin ein bisschen von der Exotik des Orients nach Hause bringt. Gut beschrieben und sehr interessant fand ich auch die ärztliche Kunst im Mittelalter. Das löste bei mir eine Mischung aus Schock ( manches wußte ich ja schon ) und Faszination aus, wie die Menschen mit so wenigen Mittel medizinisch versorgt wurden und vorallem auch wie dankbar wir für die Fortschritte sein können. 

 

Die Charaktere hat der Autor liebevoll gezeichnet und gut ausgearbeitet. Schön fand ich, dass "Die Gesandten der Sonne" jede/r einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, auch die Nebencharaktere. Die Handlung hätte, meiner Meinung nach, ein bisschen spannender gestaltet sein können. Sie war zwar interessant zu verfolgen, aber wirkliche Spannung kam bei mir nicht auf. Dafür war manches ein bisschen zu vorhersehbar geschildert.

 

Positiv: 

* bildhafte Beschreibungen schaffen eine tolle Atmosphäre

* die Charaktere wurden gut dargestellt

* die Medizin im Mittelalter wurde detailliert beschrieben

 

Negativ: 

* die Handlung hätte ein bisschen spannender sein können, so war mir manches ein bisschen zu leicht vorherzusehen

 

"Die Gesandten der Sonne" ist ein gut ausgearbeiteter historischer Roman, bei dem die Charaktere und die schöne Atmosphäre, die mangelnde Spannung fast komplett wieder aufgewogen haben!

 

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