Freitag, 2. Dezember 2016

Rezension: Augustus von John Williams

Titel: Augustus

Autor: John Williams

Übersetzer: Bernhard Robben

Verlag: DTV

Seitenzahl: 480

ISBN-10: 3423280891

ISBN-13: 978-3423280891

Preis: 24,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Was es heißt, ein Mensch zu sein ... Das Hauptwerk von John Williams endlich auf Deutsch!

Octavius ist neunzehn, sensibel, wissbegierig, und er will Schriftsteller und Gelehrter werden. Doch als Großneffe und Adoptivsohn Julius Cäsars fällt ihm nach dessen Ermordung ein gewaltiges politisches Erbe zu: Ihm, der von schwächlicher Konstitution aber enormer Willenskraft ist, wird es durch Glück, List, Intelligenz und Entschlossenheit gelingen, das riesige Römische Reich in eine Epoche des Wohlstands und Friedens zu führen.

Williams schildert das Wirken und Leben dieses außergewöhnlichen Mannes, des späteren Kaiser Augustus‘, in dramatischen Szenen, so plastisch, so mitreißend, als würden die Geschehnisse sich in unseren Tagen ereignen.
Überwiegend fiktive Briefe und Notizen, Erinnerungen und Senatsprotokolle lassen die Person eines Herrschers lebendig werden, dem das Schicksal Macht und Reichtum in vorher ungekanntem Ausmaß zuspielte. Aber er, der sich zum Gott erheben ließ, sieht am Ende, von Frau und Tochter entfremdet, dem Tod so ungeschützt entgegen, wie jeder Mensch – als das »arme Geschöpf, das er nun einmal ist.« Auch dieser historisch-biographische Roman fügt sich in das schmale aber außerordentliche Werk des posthum durch ›Stoner‹ weltberühmt gewordenen Autors, in dessen Mittelpunkt die tiefgreifende Frage steht, was es heißt, ein Mensch zu sein.

 

 

Meine Meinung: 

"Augustus" ist ein Roman und das Hauptwerk des Autors John Williams. In diesem Buch berichtet der Autor über den späteren Kaiser Augustus und ich war schon in den Vorschauen des Verlags direkt neugierig auf diese historisch - biographische Geschichte geworden. 

 

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Octavius. Octavius ist ein sensibler junger Mann der gerne Neues dazulernt und den Wunsch hat Schriftsteller zu werden. 

 

Doch Octavius ist nicht irgendein junger Mann, denn er ist auch der Großneffe und Adoptivsohn von Julius Cäsar. Als dieser ermordet wird, fällt Octavius ein riesiges, politisches Erbe zu. Aber statt sich davon einschüchtern zu lassen, nutzt er seine Willenskraft und seine Intelligenz, um das Römische Reich zu in eine Epoche des Friedens zu führen, in der niemand in seinem Reich einen Mangel leiden muss ... 

 

Der Einstieg in dieses Werk ist mir gut gelungen. Die Erzählform ist etwas besonderes, denn der ganze Roman besteht aus fiktiven Briefen, Senatsprotokollen und Erinnerungen, auch von verschiedenen anderen Persönlichkeiten. Diese Art der Erzählung liest sich spannend und abwechslungsreich, auch wenn es manchmal ein bisschen mehr Konzentration erfordert, um jedem Zeitsprung und / oder Erzählerwechsel folgen zu können. 


Die Geschichte ist in drei große Abschnitte aufgeteilt. Der erste Abschnitt berichtet vom Aufstieg Octavius' vom Großneffen Julius Cäsars, bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem er der Herrscher über das römische Reich wurde. Der zweite Abschnitt beleuchtet das Privatleben des Kaisers und damit auch die familiären Probleme, die mit seiner Macht und dem Stand in der Öffentlichkeit einhergehen. 

 

Der dritte und abschließende Abschnitt bietet eine Art Resumee von Augustus selbst. Dieser Abschnitt war, meiner Meinung nach, der emotionalste des Buches und er hat mir sehr gut gefallen. Während die ersten beiden Teile eher das geschichtliche und Augustus' Entwicklung beschreiben, geht John Williams im dritten Teil deutlicher auf die Gefühle ein. Und in diesem Abschnitt gibt es auch mehreres was zum Nachdenken anregt. 


Der Spannungsbogen wurde in diesem Buch sehr gut gehalten und ich war über weite Strecken total von der Geschichte gefesselt! Die Mischung aus Fakten und Fiktion ist wirklich toll gelungen und ich habe das Lesen des Buches richtig genossen!


Positiv: 

* abwechslungsreiche Inhalte

* gut gehaltener Spannungsbogen

* toll ausgearbeitete Charaktere


Negativ: 

* manchmal waren mir die Zeitsprünge und Erzählerwechsel etwas zu abrupt


"Augustus" ist ein tolles Werk, welches eine gelungene Mischung aus Fakten, Spannung, Fiktion und Emotionen bietet! Lesenswert!

 

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