Montag, 3. Oktober 2016

Rezension: Walt von Russell Wangersky

Titel: Walt

Autor: Russell Wangersky

Übersetzerin: Frauke Czwikla

Verlag: Knaur TB

Seitenzahl: 304

ISBN-10: 3426517426

ISBN-13: 978-3426517420

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

St. John's, eine verschlafene Provinzstadt in Neufundland, Kanada: Der unscheinbare Walt, Reinigungskraft im örtlichen Supermarkt, sammelt Einkaufszettel aus Leidenschaft - doch nicht die eigenen, sondern die der Kunden. Für ihn sind die Listen der einzige persönliche Kontakt, zu den Menschen, die ihn tagtäglich ignorieren oder übersehen. Und dabei nicht ahnen, welche sensiblen und damit gefährlichen Informationen sie ihm sprichwörtlich vor die Füße werfen ...

 

 

Meine Meinung: 

"Walt" ist ein Psychothriller des Autors Russell Wangersky. In diesem Buch geht es um den Protagonisten Walt. Walt ist ein eher unscheinbarer Mann und er arbeitet als Reinigungskraft in einem Supermarkt. Walt wurde von seiner Frau verlassen und hat auch ansonsten keinerlei Kontakte. 

 

Viel Zeit verwendet er auf die Beobachtung der Menschen, die ihn ihrerseits ignorieren oder schlicht übersehen. Und dies macht er auf eine besondere Art und Weise, nämlich indem er die weggeworfenen Einkaufslisten der Menschen sammelt. An seinem Arbeitsplatz sitzt er diesbezüglich an einer perfekten Quelle. Doch seit kurzer Zeit scheint ihn ein Mädchen besonders zu interessieren und das ist die junge Alisha ...

 

 

 

Der Einstieg in diesen Psychothriller ist mir gut gelungen. Russell Wangersky beginnt die Geschichte, in dem er den Protagonisten Walt, in Ich - Form von seinem Alltag berichten lässt. Das hat mir gut gefallen und es macht nach einer Weile auch auf eine gute Art seine Obsessionen deutlich und beschert so manches Mal Gänsehaut. Nach einiger Zeit kommen noch zwei weitere Erzählstränge hinzu. Zum einen der von Alisha und zum anderen die Ermittlungen der Polizei. Durch diese Aufteilung bekommt man als Leser/Leserin einen guten Einblick.

 

Leider muss ich sagen, dass mich, bis auf den Erzählstrang, in dem es die Tagebucheinträge von Alisha zu lesen gibt, die restliche Geschichte einfach nicht genug gefesselt hat. Walt's Alltagsbeschreibungen waren in Ordnung, aber doch weit entfernt von Nervenkitzel und auch die Ermittlungen liessen nichts anderes als Interesse bei mir aufkommen. 

 

Am Ende war ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Ich hatte mir von diesem Buch sehr viel erhofft, aber das Thrillergefühl kam nur in ein zwei Passagen wirklich bei mir an. Was allerdings noch negativer war, waren die vielen offengelassenen Fragen. Es kann natürlich dramaturgisch clever sein, den Leser/die Leserin Dinge interpretieren zu lassen, aber hier hat es sich der Autor, meiner Meinung nach, viel zu leicht gemacht. Es gleicht eher einem Rätsel raten, auf negative Art, da ich das Gefühl hatte, gar kein richtiges Ende gelesen zu haben! Und das trübt leider auch im Rückblick die gesamte Geschichte, was ich echt schade finde, denn die Idee fand ich super!

 

Positiv: 

* tolle Buchidee und interessanter Klappentext

 

Negativ:

* nur ein Erzählstrang war fesselnd

* mir fehlte die Spannung und der Thrill

* es sind viel zu viele Fragen offengeblieben

 

"Walt" ist ein Thriller, der mich leider in vielen Punkten nicht überzeugen konnte. Schade, dass diese spannende Idee nicht sehr gut genutzt und ausgearbeitet wurde!

 


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