Sonntag, 30. Oktober 2016

Rezension: Wahllos von Jeffery Deaver

Titel: Wahllos

Band: 4 von ?

Autor: Jeffery Deaver

Übersetzer: Thomas Haufschild

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 576

ISBN-10: 3764505737

ISBN-13: 978-3764505738

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Seine größte Waffe ist deine Angst!
Ein Konzert in einem beliebten Nachtclub endet für die Besucher in einem Albtraum, als ein Feueralarm ausgelöst wird. Der Notausgang ist blockiert – es kommt zu einer Massenpanik, bei der zahlreiche Menschen sterben. Kathryn Dance ermittelt und stößt auf Beweise, die infrage stellen, dass es sich bei den Geschehnissen um ein tragisches Unglück handelte. Ein psychopathischer Täter hat offenbar die Angst der Konzertbesucher ausgenutzt, um seine perversen Bedürfnisse zu befriedigen. Dance muss alles daransetzen, ihn unschädlich zu machen, denn sie ist sicher, dass er wieder zuschlagen wird … 

 

 

Meine Meinung: 

"Wahllos" ist der vierte Band der Thrillerreihe um die Protagonistin Kathryn Dance, geschrieben von Jeffery Deaver. Für mich war dieses Buch das erste aus dieser Buchreihe und ich muss sagen, dass ich problemlos in die Story hineingefunden habe. Zwar hatte ich, besonders im Bezug auf das Privatleben von Kathryn Dance ein paar Lücken, aber das Buch liess sich trotzdem super lesen, vorallem, weil der behandelte Fall in sich abgeschlossen ist.

 

In diesem Band der erfolgreichen Thrillerreihe bekommt es die Ermittlerin Kathryn Dance mit einem albtraumhaften Fall zu tun. Alles beginnt damit, dass in einem Nachtclub, während eines Konzerts der Feueralarm ausgelöst wird und die Notausgänge blockiert wurden. Kurz darauf kommt es zu einer Massenpanik, bei der zahlreiche Menschen zu Tode kommen. Bald darauf zeigen die Ermittlungen, dass ein psychopathischer Täter alles perfide geplant hat und auch noch nicht am Ende ist. Was Kathryn besonders unter Druck setzt ist die Unberechenheit des Täters, wegen der man nicht wissen kann, was dieser als nächstes plant ...

 


Der Einstieg in diesen Thriller ist mir sehr gut gelungen. Jeffery Deaver hat einen total angenehmen und auch flüssig zu lesenden Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Der Autor erzählt die Geschichte in verschiedenen Erzählsträngen und was mir richtig gut gefallen hat war, dass er auch den Täter zu Wort kommen lässt. Auch die Mischung aus Privatleben der Ermittler und anderen Themeninhalten habe ich als ausgewogen empfunden. 



Den Plot fand ich super, aber leider muss ich sagen, dass mir die Story irgendwie zu wellenförmig vorkam. Es gab durchaus spannende Szenen, aber darauf folgten auch immer wieder Passagen, die mir persönlich zu langatmig und spannungsarm waren. Zudem habe ich diese Wechsel als ein bisschen anstrengend empfunden, denn ich hatte den Eindruck, dass sich der Kern der Geschichte immer weiter verlagerte.

 

Die Charaktere wurden wirklich schön und authentisch ausgearbeitet und das habe ich sowohl bei den Haupt - und den Nebencharakteren so empfunden. Die Atmosphäre zwischen den Charakteren war sehr angenehm zu verfolgen und es zeigten sich bei dem ein oder anderen auch Entwicklungen.

 

 Die Auflösung der Geschichte fand ich gut gewählt, aber im Vergleich zu den detailliert skizzierten Ermittlungen, kam mir das Finale etwas zu abrupt, beziehungsweise es wurde mir zu schnell und ohne Erklärungen abgehandelt. Insgesamt gab es somit an manchen Punkten noch Potenzial, welches leider nicht genug genutzt wurde, wodurch die Geschichte zwar solide, aber nicht herausragend ist.

 

Positiv: 

* flüssiger und detaillierter Schreibstil

* interessante und spannende Grundidee

* authentische Charaktere, die gut harmonieren


Negativ: 

* einige Passagen waren mir zu langatmig und spannungsarm

* die Spannungshöhen und Tiefen waren mir zu wechselhaft und das Finale zu abrupt


"Wahllos" ist ein solider Thriller, der mir manchmal zu langatmig wurde, aber auch spannende Elemente zu bieten hatte. Mir persönlich waren die Wechsel diesbezüglich ein bisschen zu drastisch und häufig, was leider auch die tollen Charaktere nicht ganz rausreißen konnten!

 

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