Samstag, 29. Oktober 2016

Kurzrezension: Alles, was ich liebte von Aharon Appelfeld

Titel: Alles, was ich liebte

Autor: Aharon Appelfeld

Übersetzerin: Anne Birkenhauer

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl: 288 

ISBN-10: 3499271346

ISBN-13: 978-3499271342

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Eine melancholische, kunstvoll schlichte Parabel. Ein ergreifender, großer Roman.
Czernowitz, am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Die Eltern des 9-jährigen Paul trennen sich, und Paul verliert, was bis dahin sein Zuhause war. Seine Mutter findet Arbeit als Lehrerin in einem Provinzstädtchen. Sein Vater, einst ein gefeierter expressionistischer Maler, hadert in Czernowitz mit der antisemitischen Kunstkritik. Paul wird in die Obhut eines christlichen Kindermädchens gegeben. Doch als die Mutter sich in einen Kollegen verliebt und die Hochzeit nach christlichem Brauch plant, holt ihn der Vater zu sich zurück. Eines Tages erhalten die beiden ein Telegramm: Die Mutter sei erkrankt. Hals über Kopf brechen sie auf, um zu ihr zu fahren. Die Ereignisse überschlagen sich, ihre Odyssee ist nicht zu Ende …

 

 


 Buchidee: 

Die Thematik des Buches rund um den zweiten Weltkrieg ist natürlich nicht neuartig, aber diese Geschichte, auch da sie am Vorabend des Kriegsbeginns spielt hat mich komplett mitgerissen. Es wird eine Geschichte erzählt, die nicht nur den schicksalhaften Krieg ins Auge fasst, sondern auch vom Schicksal einer Familie berichtet.

 

Handlung: 

 In diesem Buch geht es um den neunjährigen Protagonisten Paul. Paul lebt in Czernowitz gemeinsam mit seinen Eltern. Doch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs ändert sich das Leben des kleinen Jungen komplett, denn seine Eltern trennen sich. Paul verbringt ab diesem Zeitpunkt die meiste Zeit bei einem christlichen Kindermädchen. Zu seinem Vater hat er kaum Kontakt, doch als seine Mtter sich verliebt und heiraten will holt ihn sein Vater zu sich zurück. Doch einige Zeit später wirbelt ein Telegram den mühsam erarbeiteten Alltag wieder durcheinander, denn Paul's Mutter ist schwer erkrankt. Als Paul und sein Vater sich auf den Weg zu ihr machen ahnen sie noch nicht, welche Geschehnisse ihnen auf dem Weg begegnen sollten ...


Schreibstil: 

Der Schreibstil von Aharon Appelfeld war sehr angenehm zum lesen und er passte hervorragend zu dieser Geschichte. Der Autor schreibt bildhaft und stellenweise wirkt seine Erzählung sogar poetisch auf mich, was mir aber bei den emotionalen Inhalten richtig gut gefallen hat!

Charaktere: 

Die Charaktere hat der Autor liebevoll gezeichnet und auch wenn nicht jeder von ihnen meine Sympathien gleichermaßen wecken konnte, so waren sie trotzdem authentisch ausgearbeitet. 

 

Spannung: 

Der Spannungsbogen wurde von Aharon Appelfeld gut gehalten, aber ich habe mir bei ein zwei Passagen etwas mehr Dichte gewünscht. Die Geschichte ist durchweg interessant, aber mitgefiebert habe ich leider nicht ständig! 

 

Emotionen:  

Die Emotionen der Charaktere hat der Autor sehr gut rübergebracht und ich muss sagen, dass dieser Punkt mich sogar am meisten überzeugen konnte! Was mir am besten gefallen hat ist, dass die Geschichte nicht kitschig oder zu klischeehaft war und mich dennoch, oder auch gerade deshalb, besonders berühren konnte!

 

"Alles, was ich liebte" ist eine Parabel, die unter die Haut geht. Mit einem bewegenden Thema und interessanten Charakteren zeichnet der Autor eine Geschichte, die mich berührt hat und die ich gerne weiterempfehle!


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