Donnerstag, 22. September 2016

Rezension: Toter Himmel von Gilly Macmillan

Titel: Toter Himmel 

Autorin: Gilly Macmillan

Übersetzerin: Maria Hochsieder

Verlag: Knaur TB

Seitenzahl: 544

ISBN-10: 3426517477

ISBN-13: 978-3426517475

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Du gehst mit deinem Kind zum Spielplatz. Wie fast jeden Tag. Du gibst ein paar Sekunden lang nicht acht. Wie es jedem mal passiert. Du wirst es ewig bereuen. Denn dein Kind ist unauffindbar. Die Polizei hilft dir nicht. Und alle wenden sich gegen dich.

 

 

Meine Meinung: 

"Toter Himmel" ist ein Thrillerdebüt der Autorin Gilly Macmillan. Der Grund warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, war der spannende, grausige Klappentext. Ich wollte ganz dringend wissen, ob die Spannung dieser wenigen Sätze sich auch im Inhalt des Buches niederschlagen würde. 

 

In diesem Thriller geht es um die Protagonistin Rachel. Rachel und ihr achtjähriger Sohn Ben sind eines Nachmittags auf dem Weg zu einem Waldspielplatz, als Ben seine Mutter bittet schon vorauslaufen zu dürfen. Schweren Herzens erfüllt Rachel sein Bitte und gibt ihr Okay. Doch als sie nur Minuten später ebenfalls auf dem Spielplatz ankommt ist eine leer schwingende Schaukel alles was Rachel vorfindet und nirgends kann sie eine Spur von Ben entdecken. 


Aber nicht nur, dass ihr Sohn ohne eine Spur zu hinterlassen verschwunden ist lässt die junge Mutter leiden, sondern auch die Tatsache, dass die Öffentlichkeit, noch während der polizeilichen Untersuchungen, eine Schuldige ausgemacht hat - und das ist niemand anders als Rachel selbst! 

 

Der Einstieg in diesen Thriller ist mir gut gelungen. Gilly Macmillan hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil und sie hat ein Talent dafür Emotionen rüberzubringen. Für mich war schon die Ausgangsthematik kein einfaches Thema, beziehungsweise keins, was mich so kalt lassen würde, aber die Autorin schafft es auch im Verlauf immer wieder emotionale Passagen einzubauen, ohne zu sehr ins klischeehafte abzurutschen. 

 

Die Handlung ist interessant aufgebaut und durch die verschiedenen Erzählstränge bekommt der Leser/die Leserin einen guten Einblick in die Gedanken von dem ermittelnden Beamten und natürlich auch in die von Ben's Mum Rachel. Die Wechsel der Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen und ich hatte auch den Eindruck, dass die Autorin damit den Spannungsbogen immer ein kleines bisschen mehr erhöht hat. 

 

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und wirkten authentisch auf mich, was mir gut gefallen hat. Das Einzige was mich nicht ganz überzeugen konnte war der Thrill bei diesem Buch. Der hat mir leider gefehlt. Es war interessant und teilweise auch spannend, aber als Thriller hätte ich es jetzt gar nicht eingeordnet. 

 

Positiv: 

* tolle, wenn auch nicht neuartige Buchidee

* geschickter Aufbau durch wechselnde Erzählstränge

* die Emotionen rund um Ben's Verschwinden wurden toll rübergebracht

 

Negativ: 

* mir fehlte die hohe Spannung, die einen richtigen Thriller für mich ausmacht

 

"Toter Himmel" wirkte auf mich eher wie ein Spannungsroman statt wie ein Thriller, hat mich aber dennoch mit der interessant aufgebauten Geschichte gut unterhalten!

 

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