Dienstag, 27. September 2016

Rezension: Sturmtage von Leila Meacham

Titel: Sturmtage 

Autorin: Leila Meacham

Übersetzerin: Sonja Hauser

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 672

ISBN-10: 3442205174

ISBN-13: 978-3442205172

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Texas um 1900. Nathan Holloway wächst in bescheidenen Verhältnissen auf einer kleinen Farm auf. Dennoch ist der junge Mann mit seinem Leben zufrieden. Bis ihm eines Tages zu seiner großen Überraschung der wohlhabende Trevor Waverling offenbart, dass er sein leiblicher Vater ist und Großes mit ihm vorhat: Trevor will ins Ölgeschäft einsteigen, und Nathan soll seine Firma langfristig übernehmen. Nach anfänglichem Zögern ergreift Nathan die große Chance und nimmt das Angebot an. Der Beginn eines rasanten gesellschaftlichen Aufstiegs und Anlass einer schicksalhaften Begegnung. Denn bei einem Geschäftstermin mit dem reichen Rancher Neal Gordon lernt Nathan dessen junge Tochter Samantha kennen – ohne zu ahnen, wie sehr Samantha sein Leben verändern wird …

 

Meine Meinung: 

"Sturmtage" ist ein Roman der Autorin Leila Meacham. Auf dieses Buch bin ich beim durchstöbern der Neuerscheinungen aufmerksam geworden und da ich momentan sehr gerne mal wieder zu historischen Geschichten oder auch Liebesgeschichten greife, ist es gleich mal auf die Wunschliste gewandert. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte und auch wenn ich "Fackeln im Sturm" nur vom Namen kenne, habe ich mich auf eine fesselnde Geschichte gefreut!

 

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Nathan Holloway. Das Buch spielt in Texas um 1900 und man lernt zunächst Nathan kennen. Der sympathische Protagonist wächst in bescheidenen Verhältnissen auf und sein Leben spielt sich auf einer kleinen Farm ab. Trotz mancher Entbehrungen liebt Nathan sein Leben so wie es ist. Doch eines Tages ändert sich für ihn sein gesamtes Weltbild, und nachfolgend auch sein Leben, denn er erfährt, dass er der Sohn des reichen Trevor Waverling ist. 

 

Aber das ist noch nicht alles, denn es stellt sich heraus, dass Trevor große Pläne für Nathan gemacht hat. Er möchte ins Ölgeschäft einsteigen und will seine Firma in absehbarer Zeit an seinen Sohn übergeben. Für den bodenständigen Nathan ändert sich ab dem Zeitpunkt alles und nicht nur der rasante gesellschaftliche Aufstieg bringt ihn zum Nachdenken, sondern auch eine besondere Begegnung. Als er eines Tages bei einem Geschäftstermin ist, trifft er die Tochter von Neal Gordon und er kann nicht einmal ansatzweise ahnen, wie sehr Samantha sein Leben noch verändern wird ...

 


Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Leila Meacham hat einen schönen und bildhaften Schreibstil, mit dem sie eine glaubhafte und fesselnde Szenerie Texas um neunzehnhundert entstehen lässt. Das Setting und die Grundidee der Geschichte sind nicht neu, aber ich habe die Entwicklungen gespannt verfolgt, da sich die Autorin damit etwas schönes, wenn auch nicht gänzlich neuartiges hat einfallen lassen. 



Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet worden und sie wirkten allesamt authentisch auf mich. Besonders Nathan hat mir gut gefallen und ich war gespannt darauf, wie er sich während der deutlichen Veränderung seines Lebens entwickeln würde und diese Veränderungen zeigten sich deutlich, was mir gut gefallen hat. Ich hatte den Eindruck, dass der Protagonist an den neuen Bedingungen wächst und sich dabei selbst, aber nicht verliert und das hat ihn auf mich stark wirken lassen. Aber auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Alle zusammen ergeben ein stimmiges und atmosphärisches Bild, mit einer ausgewogenen Mischung aus Held und Antagonist!

 

Der Inhalt ist weitestgehend interessant gestaltet, aber große Spannungsmomente im Sinne von überraschenden Geschehnissen, oder gefährlichen Szenen gab es eher selten. Und trotzdem hat Frau Meacham es geschafft, dass ich von der Geschichte gefesselt war. Die Liebesgeschichte ist toll gestaltet und auch wenn es manchmal ein bisschen kitschig wurde, fand ich, dass sie perfekt in die Geschichte gepasst hat!

 

Positiv: 

* tolle Ausarbeitung der Charaktere

* die Entwicklungen wurden überzeugend dargestellt

* die Handlung fesselt auch ohne häufige Spannungsmomente

 

Negativ: 

* durch die vielen Seiten hat die Geschichte minimal und auch nur passagenweise an Dichte verloren

 

"Sturmtage" ist ein gefühlvoller, historisch angehauchter Roman, dessen Protagonist und dessen interessante Handlung mich komplett nach Texas entführt und mir tolle Lesestunden beschert hat!

 


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