Mittwoch, 3. August 2016

Rezension: Als unsere Herzen fliegen lernten von Iona Grey

Titel: Als unsere Herzen fliegen lernten

Autorin: Iona Grey

Übersetzerin: Anja Hackländer

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 608

ISBN-10: 3734101883

ISBN-13: 978-3734101885

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Er versprach, sie ewig zu lieben. Doch selbst die Ewigkeit kennt manchmal ein Ende ...

1943, London: In der Ruine einer zerbombten Kirche trifft der amerikanische Pilot Dan Rosinski die junge Engländerin Stella Thorne. Es ist der Beginn einer unaufhaltbaren, aber unmöglichen Liebe, denn Stella ist verheiratet, und Dans Chancen, den Krieg zu überleben, sind mehr als gering. In einer Zeit, in der alles ungewiss ist, schreiben sie sich Briefe, um an dem festzuhalten, woran sie glauben: ihre Liebe. Viele Jahrzehnte später rettet sich eine junge Frau in ein leerstehendes Haus in einem Londoner Vorort. Da erreicht sie ein Brief, der sie in die Geschichte einer Liebe hineinzieht, die ein halbes Jahrhundert überlebt hat …

 

 

Meine Meinung: 

"Als unsere Herzen fliegen lernten" ist ein Roman der Autorin Iona Grey. Dieses Buch ist mir dank des interessanten Klappentextes und der Inhaltsbeschreibung bereits in der Verlagsvorschau aufgefallen und stand sehr weit oben auf meiner Wunschliste. Ich mag Liebesgeschichten aus schweren Jahren und mit schweren Schicksalen kombiniert sehr gerne und bin mit großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen.

In dieser Geschichte geht es um die Protagonisten Dan Rosinski und Stella Thorne. Dan ist ein amerikanischer Pilot und ist im Jahr 1943 in einer zerbombten Kirche in London, als er das allererste Mal auf Stella trifft. Die beiden verlieben sich schnell und können sich schon bald ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen. Aber die Realität steht zwischen den Liebenden in Form der Tatsache, dass Stella verheiratet ist und Dan als Pilot in Kriegszeiten mit jedem Einsatz auch sein Leben in Gefahr bringt. Trotz der Ungewissheit, die über den beiden und ihrer gemeinsamen Zukunft hängt schreiben sie sich Briefe, um an ihrer Liebe und dem Glauben an ein gemeinsames Happy End festzuhalten ...

 

Im Jahr 2011 begegnet man der obdachlosen Jess, die vor ihrem gewalttätigen Freund in ein unbewohntes und nicht verschlossenes Haus flüchtet. Als sich Jess ein bisschen in dem Haus umsieht stößt sie auf einen Karton voller Briefe. Völlig gebannt fängt Jess an die Briefe zu lesen und ist schon bald komplett gefesselt von einer großen Liebesgeschichte, die vor Jahrzehnten spielte. Jess zieht Kraft und Hoffnung aus den Zeilen, denn sie hofft selbst noch immer auch eines Tages ihre große Liebe zu finden ...

 


Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit einem spannenden Prolog um den Protagonisten Dan, der leider schon erahnen lässt, dass die Liebesgeschichte von Stella und Dan wohl nicht gut ausgeht. Neben des Liebespaares in Kriegszeiten erfährt man auch im zweiten Handlungsstrang eine Lebens- und Liebesgeschichte, nämlich die von Jess. Mir hat die Abwechslung zwischen den beiden Erzählsträngen sehr gut gefallen und ich habe das Buch selten aus der Hand gelegt, da die Passagen immer so endeten, dass ich unbedingt wissen wollte, was nun als nächstes passieren würde. 



Der Schreibstil von Iona Grey lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Ich mochte ihre bildhaften Beschreibungen wirklich gerne, aber in manchen Momenten hatte ich den Eindruck, dass es zu detailverliebt und somit etwas zuviel des Guten wurde. Die Charaktere wurden liebevoll ausgearbeitet und jeder einzelne von ihnen strahlte eine gewisse Authetizität aus, was mir sehr gefallen hat. Das war zumindest bei den zwei Liebespaaren der Fall. Die Nebencharaktere wurden eher charakterlich angerissen und Frau Grey hat hier keine vielschichtigen Facetten eingeflochten, aber das hat, mich persönlich, gar nicht gestört, da die tragenden Charaktere einfach toll waren!

 

Der Erzählstrang um Stella und Dan in der Vergangenheit hat mich ein kleines bisschen mehr gefesselt als der um Jess in der Gegenwart, da bei ersterem so facettenreich mit Emotionen gearbeitet wurde, dass ich wirklich komplett in der Handlung drin war. Ich habe regelrecht mitlieben und leiden können und auch der Kloss im Hals lässt sich nicht wegreden. Hier hat die Autorin etwas geschaffen was wirklich tief berührt und was ich besonders schön finde, ist das die Geschichte auch noch einen Nachhall hat - ich werde sicherlich noch oft daran denken!

 

Positiv: 

* bildhafter und fesselnder Schreibstil

* tolle Zusammenführung von Vergangenheit und Gegenwart

* interessante und facettenreiche Charaktere

* viele Emotionen, die mitfühlen lassen

 

Negativ:

* manche Passagen waren ein bisschen gestreckter, was vielleicht an der detailverliebten Erzählweise der Autorin lag, mich aber nur minimal gestört hat

 

"Als unsere Herzen fliegen lernten" ist ein wunderbares Buch, welches zwei emotionale und spannende Liebesgeschichten beinhaltet und mich wirklich gefesselt hat! Von mir gibt es 4,5 Rosen aufgerundet auf 5!

 

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