Dienstag, 12. Juli 2016

Rezension: Painkiller von N.J. Fountain

Titel: Painkiller

Autor: N.J. Fountain

Übersetzerin: Eva Bonne

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3442484448

ISBN-13: 978-3442484447

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Seit einem tragischen Unfall vor fünf Jahren vergeht kein Tag in Monicas Leben ohne Schmerz. Jeden Morgen erwacht sie in ihrer ganz eigenen Hölle. Dennoch hat sie niemals an Selbstmord gedacht. Doch dann findet sie eines Tages einen Abschiedsbrief, den sie geschrieben haben soll. Seitdem sie starke Schmerzmittel nimmt, erinnert sie sich an vieles nicht mehr – aber auch daran nicht, dass sie sich umbringen wollte? Ihr Mann reagiert beschwichtigend, ihre Freundin lenkt ab, aber Monica beruhigt das nicht. Sie beginnt nachzuforschen: War, was vor fünf Jahren geschah, wirklich ein Unfall? Hat sie nicht eine Hand auf ihrem Rücken gespürt, bevor sie die Treppen hinunterstürzte? Ist sie vielleicht immer noch in Gefahr? Sollte sie den Menschen, die ihr am nächsten stehen, tatsächlich vertrauen?

 

 

Meine Meinung:

"Painkiller" ist ein Roman des Autors N.J. Fountain. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Monica. Monica leidet seit einem Treppensturz an der Krankheit Neuralgie, die sie jeden Tag mit Schmerzen leben lässt. Es gibt gute Tage, an denen sie, trotz der Schmerzen, auch mal aus dem Haus gehen und etwas unternehmen kann, aber es gibt auch viele schlechte, an denen sie es gar nicht erst aus dem Bett schafft. 

 

Als Monica eines Tages die Möglichkeit bekommt an einer neuen Therapie ihrer Erkrankung teilzunehmen ergreift sie die Chance, nichtsahnend, dass sich mit dieser Therapie ihr gesamtes Leben verändern wird. Denn nicht nur die Schmerzen werden besser und ihr Leben erscheint ihr wieder sinnvoller, sondern auch die Erinnerungen rund um den Treppensturz kehren langsam zurück. Doch will Monica das was geschehen ist wirklich wissen, auch wenn es bedeutet, dass sich das Bild auf ihr nahestehende Menschen grundlegend ändern könnte?

 


Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen, denn N.J. Fountain hat einen gut zu lesenden und flüssigen Schreibstil. Besonders gut gelingt es ihm die Emotionen und Einschränkungen rüberzubringen, die die Protagonistin Monica durch die Erkrankung Neuralgie immer wieder erfährt. Die Charaktere wurden recht gut ausgearbeitet, aber im besonderen Fokus steht natürlich Monica. 



Fast die ganze erste Hälfte des Buches handelt vorwiegend von Monica's Erkrankung und das war, mir persönlich, schon ein bisschen zu langatmig. Ich habe die Schilderungen zwar interessiert gelesen, aber spannend oder abwechslungsreich waren sie leider nicht. Mich hat an Monica vorallem ihre, teilweise verständliche, Verbitterung gestört - das war mir zu sehr Thema und auch sehr deprimierend für mich als Leserin. Etwas positives findet man immer, egal welches Schicksal man zu tragen hat, daher haben mich die Schilderungen zu sehr bedrückt. 

 

Etwas spannender wurde das Buch ca ab der Hälfte, nachdem Monica sich auf die neue Therapie eingelassen hat und sich erste Fortschritte zeigen und auch ihre Erinnerungen Stück für Stück zurückkehren. Ich hätte mir gewünscht, dass auch im ersten Teil etwas mehr fesselnde Passagen zu finden gewesen wären. Der Spannungsbogen wurde für mein Empfinden leider nicht wirklich hoch gehalten, sondern er pendelt sich eher im unteren Bereich ein. 

 

Positiv: 

* interessante Informationen zur Erkrankung Neuralgie

* spannende Buchidee

 

Negativ: 

* langatmige Passagen um das Thema der Erkrankung liessen leider keine Spannung aufkommen

* die Protagonistin konnte mich nicht komplett überzeugen

 

"Painkiller" konnte meine Erwartungen leider nicht komplett erfüllen. Was mir am meisten fehlte war die Spannung und die kam im ersten Teil des Buches leider kaum bis gar nicht auf. Für mich war das Buch nett zu lesen, aber leider nicht mehr!

 

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