Samstag, 30. Juli 2016

Rezension: Die Holunderschwestern von Teresa Simon

 

Titel: Die Holunderschwestern

Autorin: Teresa Simon

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 512

ISBN-10: 3453419235

ISBN-13: 978-3453419230

Preis: 9,99 Euro 









Inhalt: 

München. Die talentierte Restauratorin Katharina Raith hat sich gerade einen Traum erfüllt und ihre eigene Werkstatt eröffnet. Da steht eines Tages Alex Bluebird aus London vor ihrer Tür und übergibt ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Sie reichen zurück bis ins Jahr 1918, als Fanny nach München kam und sich in den vornehmen Kreisen einen Namen als Köchin machte. Ihre sensible Zwillingsschwester Fritzi ließ sie in der Provinz zurück. Doch eines Tages stand Fritzi vor Fannys Tür - und setzte eine fatale Kette von Ereignissen in Gang ...

 

 

Meine Meinung: 

"Die Holunderschwestern" ist ein Roman der Autorin Teresa Simon. Ich hatte mich schon sehr auf das neueste Buch der Autorin gefreut und habe es auch direkt verschlungen, nachdem es bei mir eingezogen war. 

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Katharina Raith. Katharina arbeitet erfolgreich als Restauratorin und hat sich gerade den Traum von einer eigenen Werkstatt erfüllt. Als eines Tages ein smarter Engländer namens Alex Bluebird vor ihrer Tür steht und ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter bringt ist Katharina verblüfft. Wie kommt Alex an die Tagebücher? Neugierig stürzt sich Katharina auf die Lektüre und taucht damit in eine andere Zeit ab. 


Im Jahr 1918 kam Katharina's Urgroßmutter Fanny nach München und erarbeitete sich schnell einen Namen als Köchin, in den Kreisen der Schönen und Reichen. Ihre sensible Zwillingsschwester Franziska, genannt Franzi, ließ sie damals in der Provinz zurück. Doch es setzt sich eine Verkettung von fatalen Ereignissen in Gang, als Franzi eines Tages unverhofft vor Fanny's Tür steht ...


Katharina ist schnell gefesselt von den emotionalen und spannenden Tagebucheinträgen, aber sie bringen auch Fragen mit sich. Also beschließt die Protagonistin auf eigene Faust nachzuforschen und stößt auf vehementes Schweigen bei den anderen Familienmitgliedern. Doch Katharina ist wild entschlossen Antworten auf ihre Fragen zu finden ...

 



Der Schreibstil von Teresa Simon hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt schön bildhaft, ohne sich zu sehr in Beschreibungen zu verlieren und sie passt ihren Schreibstil auch an die Jahre an, in denen sie ihre Geschichte erzählt. Die Wechsel zwischen den Erzählungen in der Gegenwart und der Vergangenheit, rund um Fanny und Franzi haben dazu geführt, dass ich das Buch kaum aus der Hand gelegt habe, da ich wissen wollte wie es weitergeht. 

 

Die Verknüpfungen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart sind der Autorin ebenfalls sehr gut gelungen und am Ende hat sich daraus eine wunderbar stimmige und atmosphärische Geschichte ergeben. Die Charaktere wurden schön und detailliert ausgearbeitet und ich habe gespannt die einzelnen Lebensentwicklungen verfolgt. Der Erzählstrang der Vergangenheit konnte mich in allen Punkten komplett überzeugen, vorallem war er immer interessant und wurde mit der Zeit auch sehr spannend. Die Erzählungen in der Gegenwart haben sich gut in die Geschichte eingefügt, aber herausragend waren sie für mich leider nicht, was vorallem daran lag das wenig Spannung aufkam und manches zu einfach vorherzusehen war. 

 

Positiv:

* authentische und schön ausgearbeitete Charaktere

* tolle Verknüpfungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit

* interessante Wendungen in dem Vergangenheits - Erzählstrang

 

Negativ:

* die Erzählungen in der Gegenwart konnten mich leider nicht so sehr fesseln, wie 

   die in der Vergangenheit

 

"Die Holunderschwestern" ist eine schöne und spannende Geschichte auf zwei Zeitebenen, die mir tolle Lesestunden beschert hat!

 

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