Montag, 11. Juli 2016

Rezension: Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren - Tagebücher 1939 - 1945

Titel: Die Menschheit hat den Verstand verloren

Autorin: Astrid Lindgren

Übersetzerinnen: A. Kutsch & G. Haefs

Verlag: Ullstein Hardcover

Seitenzahl: 576

ISBN-10: 3550081219

ISBN-13: 978-3550081217

Preis: 24,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Inhalt:

Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Jetzt liegen zum ersten Mal die Tagebücher vor, die sie während des zweiten Weltkriegs geführt hat. Schon früh ist ihr klar, dass danach nichts mehr so sein wird wie zuvor.

 

 

Meine Meinung: 

"Die Menschheit hat den Verstand verloren" ist ein Buch, welches aus den Tagebüchern der Kriegsjahre 1939 - 1945, die von Astrid Lindgren geführt worden sind, entstanden ist. Ich lese immer mal wieder etwas über den ersten und den zweiten Weltkrieg und dieses Buch hat auf mich gleich, wie etwas ganz besonderes gewirkt. Nicht zuletzt, da ich Astrid Lindgren's Werke großartig finde und sehr gespannt war, auf ihre Sicht der Dinge und ihre ganz eigenen Gedanken. 

 

Das Buch beginnt mit einem ausführlichen und einleitenden Vorwort, in dem das Leben von Astrid Lindgren skizziert und besonders auf die Zeit rund um 1939 - 1945 eingegangen wird. Der Schreibstil der Tagebucheinträge ist sehr flüssig und man merkt auch schon bei diesen häufig eher kurzen Texten, dass Frau Lindgren ein großes Talent für das geschriebene Wort hat. Als sie die Tagebücher geschrieben hat, war sie allerdings noch keine berühmte Schriftstellerin. 

 



Der Schreibstil in den Tagebucheinträgen ist flüssig und sehr gut zu lesen. Manche der Einträge befassen sich auch mit persönlichen Dingen, was mir einen etwas größeren Einblick in die Person Astrid Lindgren ermöglicht hat. Die Gedanken der Autorin zu dem schockierenden und immer mehr um sich greifenden Kriegsgeschehen sind recht sachlich geschildert, aber sie bringen immer, wenn auch manchmal unterschwellig, eine Masse an Emotionen mit sich. Ich habe die Lektüre dieser Tagebucheinträge als sehr aufwühlend empfunden und mir gingen viele Schilderungen sehr unter die Haut. 

 

Sicherlich kennt man mittlerweile die Abläufe des Kriegsgeschehens aber aus der Sicht von Astrid Lindgren hatten die Schilderungen auch wieder etwas ganz eigenes. Sehr spannend fand ich ihre Sicht der Dinge auch, da sie in Schweden lebte und ich bisher eher Zeitzeugenberichte aus anderen Ländern gelesen hatte. Astrid Lindgren nennt die Dinge beim Namen und nimmt in ihren Tagebüchern, für die damalige Zeit, kein Blatt vor den Mund, was mir sehr gut gefallen hat. Man erfährt nicht nur oberflächliches aus dem Kriegsgeschehen, sondern liest hier die Gedanken einer Frau, die sich Gedanken um andere Menschen und die Zukunft gemacht hat! 

 

Positiv: 

* toller Schreibstil, der sich trotz des schweren Thema's gut lesen lässt

* eine Fülle an Emotionen

* ich fand die Gedanken, die Astrid Lindgren anstellt teilweise mutig (für die Zeit) und immer sehr beeindruckend

* eine gelungene Mischung aus Privatem und Schilderungen, wie die Autorin die Kriegsjahre erlebte

 

Negativ:

* mir ist nichts negatives aufgefallen!

 

"Die Menschheit hat den Verstand verloren" ist ein Buch mit einer beeindruckenden Tiefe und einer Fülle an Emotionen, bei dem Astrid Lindgren den Leser/die Leserin durch ihre persönlichen Tagebucheinträge die Kriegsjahre durch ihre Augen miterleben lässt!

 

 

Kommentare:

  1. Ich kenne andere Bücher der Autorin, aber das hier war mir bis eben noch unbekannt. Schaue mir mal näher an.

    http://jemasija8.blogspot.de

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