Montag, 2. Mai 2016

Rezension: Wolgatöchter von Ines Thorn

 

Titel: Wolgatöchter

Autorin: Ines Thorn

Verlag: Wunderlich

Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3805208626

ISBN-13: 978-3805208628

Preis: 16,95 Euro 









Inhalt: 

Frankfurt, im Jahr 1765. Als es die Schwestern Annmarie, Aurora und Lydia aus schierer Not an die Wolga verschlägt, wissen sie so gut wie nichts über das riesige Land und seine Bewohner. Voller Naivität stellen sie sich dem rauen Klima, den vollkommen anderen Gesellschaftsregeln und ihrer Lebensaufgabe, dem Aufbau einer neuen Existenz. Doch in der neuen Welt lauern überall Gefahren - Gefahren, unter denen mordende Kalmückenstämme noch die geringste sind ...

 

 

Meine Meinung: 

"Wolgatöchter" ist ein historischer Roman der Autorin Ines Thorn. In diesem Buch geht es um die drei Schwestern Annmarie, Aurora und Lydia. Die Geschichte beginnt in Frankfurt im Jahr 1765. Georg Reiche, der Vater, der drei Schwestern wird als Kunstfälscher und Kunstdieb im ganzen Land gesucht und so leben auch die jungen Frauen in ständiger Furcht. Durch puren Zufall begegnet Georg Reiche eines Tages einem Werber aus dem russischen Reich, der deutsche Bürger nach Russland holen soll. 


Für die heimatlose Familie scheint dies die Chance zu sein, nach der sich alle so sehr sehnen. Doch sie hatten sich keine Vorstellung davon gemacht, was sie in Russland wirklich erwarten würde. Nicht nur der heiße, staubige Sommer macht dort zu schaffen, sondern auch die rauen, eiskalten Winter ...

 

 

Der Einstieg in die Geschichte ist mir dank des schönen Schreibstils der Autorin sogleich gut gelungen. Frau Thorn beschreibt die Gegebenheiten sehr einfühlsam, aber zudem gelingt es ihr auch gut Spannung aufzubauen. Zum Beispiel in den Passagen, in denen sich Annmarie auf Spurensuche begibt. Sie wurde von der Neugier gepackt, als sie herausfand, dass Mariann, die Tochter, der Familie, die zuvor in dem neuen Haus der Reiches gewohnt hat, ermordet wurde.

 

Die zweite der Schwestern Aurora hat hingegen ganz andere Dinge im Kopf und stürzt sich gedankenlos in eine Affäre mit einem Balten, die durchaus gefährlich werden könnte. Die dritte der Schwestern, Lydia, sieht sich der Frage gegenüber, ob sie auf ihr Herz, oder auf ihren Verstand hören soll, während sie zwischen zwei Männern steht ...

 

Die Mischung der Geschichten, die die jungen Frauen erleben hat mir gut gefallen und es brachte auch eine gute Menge an Abwechslung. Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und ich war neugierig, wie sie sich im Laufe der Geschehnisse weiterentwickeln würden. Wo ich mir manches mal ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht hätte, war bei den Emotionen! Möglichkeiten hierfür waren durchaus geboten. Zu den historischen Gegebenheiten und ob diese richtig wiedergegeben wurden kann ich nicht viel sagen, da mein Wissen da auch nicht tief genug reicht.

 

"Wolgatöchter" ist ein kurzweiliger Roman, der Einblicke in die Leben von drei verschiedenen Schwestern bietet und mich weitestgehend gut unterhalten hat!

 

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