Mittwoch, 4. Mai 2016

Rezension: Remember Mia von Alexandra Burt

Titel: Remember Mia

Autorin: Alexandra Burt

Übersetzerin: Susanne Goga - Klinkenberg

Verlag: DTV Premium

Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3423261013

ISBN-13: 978-3423261012

Preis: 14,90 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Ein Baby verschwindet spurlos aus einem New Yorker Apartment. Tage später wird die Mutter schwerverletzt aus dem Wrack ihres Wagens geborgen - meilenweit von New York entfernt. Estelle leidet an Amnesie und kämpft verzeifelt darum, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen. Was ist mit ihrem Kind geschehen? Hat jemand das Baby entführt? Oder - hat sie selbst etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun?

 

 

Meine Meinung: 

"Remember Mia" ist ein Thriller der Autorin Alexandra Burt. In dem Buch geht es um die Protagonistin Estelle Paradise. Die junge Mutter wacht nach einem Autounfall schwerverletzt im Krankenhaus auf. Sie kann sich an nichts erinnern, was vor dem Unfall passiert ist und leidet an Amnesie. Kurze Zeit später überfällt sie eine Erinnerung, die Erinnerung an ihre sieben Monate alte Tochter Mia. Die Erinnerung ist keine schöne, denn ihr wird klar, dass Mia spurlos verschwunden ist. Estelle ist entsetzt und dass sie keinerlei Erinnerungen hat und das sie von beängstigenden Träumen heimgesucht wird macht ihr Angst. 


Zudem ist die Polizei nicht von Estelle's Geschichte überzeugt, dass Mia entführt wurde, denn es wurde keinerlei Kinderkleidung, Nahrung oder ähnliches gefunden. Die Beamten hegen sogar den Verdacht, dass Estelle selbst etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun haben könnte. Die Vermutungen säen auch in Estelle Zweifel. Hat sie Mia vielleicht etwas angetan? Oder hat sie etwas zu dem Verschwinden ihres Kindes beigetragen? Estelle ist wild entschlossen, sich ihre Erinnerungen zurückzuholen ...

 



Auf dieses Buch hatte ich mich schon vor Monaten gefreut, als ich es in der DTV - Vorschau entdeckt hatte. Ich liebe ja Thriller mit psychologischen Komponenten und das Thema Amnesie in Kombination mit dem Verschwinden eines kleinen Kindes bietet da ja auch sehr viel Potenzial. Das Buch ist in Ich - Form aus der Sicht der Protagonistin Estelle geschrieben und das hat mich ihr gleich nähergebracht. Es war super, die Emotionen der Protagonistin so ungefiltert miterleben zu können, und gerade das vieles für mich nicht nachvollziehbar war, hat eine interessante Atmosphäre geschaffen. 

 

Durch Estelle's Amnesie und ihre Erinnerungsblitze, die im Rahmen einer therapeutischen Behandlung vermehrt auftreten konnte ich mir eine sehr lange Zeit nie ganz sicher sein, wer Mia's Verschwinden wirklich zu verschulden hatte. Rund zwei Drittel des Buches waren somit extrem spannend und ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Den Spannungsbogen hat die Autorin hier wirklich gut gehalten und nur in wenigen Momenten hätte ich mir etwas mehr Dichte in der Handlung gewünscht. Letzteres war vorallem während Estelle's Behandlung der Fall, die aber auch auf der anderen Seite sehr interessant war. Manchem Leser/Leserin könnte die Dauer der Behandlung vielleicht ein bisschen zu lang sein, da sie einen Großteil der Geschichte einnimmt. Für mich war es von der Länge so gerade an der Grenze zu "zu ausschweifend". 

 

Die psychologischen Komponenten hat die Autorin gut ausgearbeitet, aber bei der Erklärung für manche Dinge in Estelle's Verhalten erschienen mir die Begründungen doch etwas zu unglaubwürdig und meines Wissens war auch fachlich manches in den Grundlagen korrekt, aber zu sehr aufgebauscht. Das konnte mich leider nicht komplett überzeugen, aber es war ja zum Glück ein geringer Anteil im Buch. 

 

"Remember Mia" ist ein interessant gestalteter Thriller mit einem Augenmerk auf psychologische Elemente, der mich fast komplett überzeugen konnte!

 

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