Freitag, 27. Mai 2016

Rezension: Mein Leben von Peter Scholl - Latour

 

Titel: Mein Leben

Autor: Peter Scholl-Latour

Verlag: C. Bertelsmann

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3570005089

ISBN-13: 978-3570005088

Preis: 24,99 Euro 









Inhalt:  

Peter Scholl-Latour war eine journalistische Legende, er hat alle Länder der Erde bereist, ein oft abenteuerliches Leben geführt und aus eigener Anschauung sein Bild der Lage in Kriegs- und Krisengebieten gewonnen und in vielen Büchern pointiert darüber Bericht erstattet. Seine Autobiographie jedoch hat er lange hinausgeschoben. Er blickt zurück auf seine Herkunft, auf frühe Erfahrungen mit Unterdrückung - als Sohn einer jüdischen Mutter - , auf lange Wochen in Gestapohaft und auf erste journalistische Abenteuer. Politiker, Generäle, Rebellenführer - Scholl-Latour kannte viele, die an den Brennpunkten des 20. Jahrhunderts entscheidende Rollen spielten, und stets suchte er eine wahrheitsgetreue Sicht der Dinge zu vermitteln. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen reflektiert er entscheidende Erlebnisse und Begegnungen seines Lebens, vorallem in Afrika und Indochina. 

 

 

Meine Meinung: 

"Mein Leben" ist die Autobiographie des bekannten Journalisten und Autors Peter Scholl-Latour. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da mir Scholl-Latour natürlich ein Begriff war, ich aber nicht viel über ihn wußte und gerne mehr über das Leben von ihm erfahren wollte. Leider konnte der Autor lediglich den ersten Teil seiner Biographie fertigschreiben, die mit diesem Buch vorliegt, denn er verstarb im Jahr 2014. 

 

Was mir sofort positiv aufgefallen ist, ist der flüssige und wunderbar lebendige Schreibstil des Autors. In einigen Teilen des Buches hatte ich das Gefühl, dass Scholl-Latour, die Erzählungen mit seinen Worten erneut zum Leben erweckt. Im ersten Drittel des Buches erzählt der Autor aus seiner Kindheit. Hier erfährt der Leser/ die Leserin einiges interessante über sein Leben im Fribourger Internat und sein Leben in Berlin und Lothringen. Als Jugendlicher war Scholl-Latour in der H-Jugend und wollte auch zur Wehrmacht, aber er wurde nicht genommen. 

 

Spannend wird es, unter anderem, als er von seinem misslungenen Ausreiseversuch berichtet, nach dem er von den Nazi's gefangengenommen wurde. Viel mehr Privates erfährt man leider nicht über den Autor, denn in diesem Buch geht es nach diesen doch recht kurzen Einblicken in sein eigenes Leben, mehr um seine journalistischen Erlebnisse. Man findet als Leser/Leserin viele Berichte zu Scholl-Latour's Reisen in die exotischsten Länder der Welt und dies schildert er auch sehr interessant und spannend, aber ich hatte mir unter einer Biographie einfach etwas anderes vorgestellt. Hätte der Autor weiterhin über sein Leben geschrieben, wie ich es mir erhofft hatte hätte dieses Buch auf jeden Fall die volle Punktzahl von mir bekommen, aber so ist er mir persönlich, leider ein bisschen zu sehr abgeschweift. 

 

Das Buch ist spannend und unterhaltsam und Herr Scholl-Latour schreibt und berichtet so authentisch, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Ein weiteres Plus waren seine bildhaften Beschreibungen der Orte, Personen und Geschehnisse. Für meinen Geschmack war leider zu wenig persönliches dabei, was ja eine Biographie ansich ausmachen sollte, was ich wirklich schade finde. Trotzdem sind die Themen interessant und spannend. Empfehlen würde ich nur, nicht zuviel Private Erzählungen aus dem Leben des Autors zu erwarten, damit man nicht enttäuscht ist!

 

"Mein Leben" ist ein Buch, welches mich durch die Erlebnisse des Autors und seinen wunderbaren Schreibstil gut unterhalten konnte. Lediglich die privaten Informationen waren rar gesät, was mir im Kontext ein bisschen gefehlt hat!

 

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