Sonntag, 22. Mai 2016

Rezension: Ein ganz kleines Glück von Camille Anseaume

Titel: Ein ganz kleines Glück 

Autorin: Camille Anseaume

Übersetzerin: Maja Ueberle - Pfaff

Verlag: List Hardcover

Seitenzahl: 224

ISBN-10: 3471351221

ISBN-13: 978-3471351222

Preis: 16,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Camille fällt aus allen Wolken, als sie feststellt, dass sie schwanger ist, noch dazu von einem Mann, mit dem sie nicht viel mehr teilt als ihr Bett. Soll sie das Baby behalten - allein, als freie Journalistin in Paris, die lieber im Cafe sitzt als auf Kinderspielplätzen? Mit leichter Feder erzählt der Roman von den großen und kleinen Entscheidungen im Leben - und trifft dabei stets den richtigen Ton. 

 

 

Meine Meinung: 

"Ein ganz kleines Glück" ist ein Roman der Autorin Camille Anseaume. In diesem Buch erzählt die Autorin einen Teil ihrer eigenen Geschichte. Das Buch beginnt damit, dass Camille durch einen Test von ihrer ungeplanten Schwangerschaft erfährt. Die Protagonistin hat eine Bettgeschichte mit dem Vater des Babys, aber nicht mehr und sie ist von dem Ergebnis, wie vor den Kopf geschlagen. Als der Mann mit dem Camille die Affäre hat, von der Schwangerschaft erfährt erwartet er, dass Camille, das Kind abtreiben lässt und als sie nicht direkt ihre Zusage gibt, lässt er sie sitzen. 


Man erlebt als Leser/Leserin nun also Camille, wie sie in den darauffolgenden Wochen versucht zu einer Entscheidung zu gelangen, ob sie das Kind bekommen möchte, oder nicht. Plötzlich halten sich auch ihre Freunde und Familie mit ihrer Meinung nicht mehr zurück und jede/ r weiß was wohl das Beste wäre. Camille versucht ihrem gedanklichen Chaos mit Pro und Kontra Listen entgegenzutreten und das machte sie in meinen Augen sehr menschlich. Ich konnte ihre Zerrissenheit, bezüglich dieser Entscheidung sehr gut nachvollziehen. 


Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leichtgefallen. Der Schreibstil von Camille Anseaume ist flüssig und bildhaft und ich wurde direkt mit dem Hauptthema des Buches konfrontiert, was mir gut gefallen hat. So kam die Autorin gleich auf den Punkt und widmete sich dem wichtigen, nämlich dem Gefühlschaos was diese Schwangerschaft für die Protagonistin bedeutet. 


Die Emotionen werden schön wiedergespiegelt und die Fragen, die Camille sich stellt sind absolut nachvollziehbar, sodass ich mich fragte, wie ich wohl in einer solchen Situation reagieren würde. Camille als Protagonistin hat mit gut gefallen, aber bei allen anderen Charakteren hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht, einfach um das Nachgrübeln über ihre Schwangerschaft ein kleines bisschen aufzulockern. So wirkte es manchmal zu geballt auf mich. 

 

"Ein ganz kleines Glück" ist ein Roman über große Entscheidungen und zeigt gefühlvoll wie die Protagonistin ihre Wahl trifft! Ein kurzweiliger Roman, der mich gut unterhalten hat! 

 

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