Dienstag, 17. Mai 2016

Rezension: Abwesenheitsnotiz von Lisa Owens

Titel: Abwesenheitsnotiz

Autorin: Lisa Owens

Übersetzerinnen: B. Jakobeit & K. Witthuhn

Verlag: Piper

Seitenzahl: 288

ISBN-10: 3492057470

ISBN-13: 978-3492057479

Preis: 18,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten", sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht? – Lisa Owens erzählt vom unwiderstehlichen Druck, sich selbst zu finden, und hat mit Claire Flannery die Flaneurin des 21. Jahrhunderts geschaffen.

 

 

Meine Meinung: 

"Abwesenheitsnotiz" ist ein Roman der Autorin Lisa Owens. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Claire Flannery. Claire ist Mitte zwanzig und lebt gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Luke in ihrer ersten gemeinsamen Wohnung in London. Beruflich ist für die junge Protagonistin einiges in Aufruhr, denn Claire hat ihren Job, der ihr nur wenig Erfüllung gebracht hat, gekündigt, um für sich die Frage zu klären, was sie in ihrem Leben erreichen möchte und welcher Beruf wirklich gut zu ihr passen könnte. 


So treibt es Claire von banalen Alltagssituationen bis hin zu den großen Sinnfragen und ihre berufliche Auszeit bringt nicht nur positives mit sich. Wird Claire am Ende finden was sie so sehnlichst sucht, oder muss sie doch ihre Erwartungen an ihre berufliche Zukunft anpassen? 

 



Auf dieses Buch hatte ich mich schon lange gefreut, denn ich hatte es schon in den letzten Vorschauen des Piper Verlages gesehen und war super neugierig darauf. So blieb es natürlich auch nach seinem Einzug bei mir nicht lange ungelesen. Der Schreibstil von Lisa Owens hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig und ohne Probleme lesen und die Autorin schafft es in ihren Worten wahre Botschaften zu verpacken, die mich als Leserin mehr als einmal zum nachdenken gebracht haben. Dieser Roman ist in sehr viele kleine Kapitel aufgeteilt, die aber, meiner Meinung nach, gut zu Claire's Situation passen. 

 

Der Leser/ die Leserin stößt bei diesem Buch auf die verschiedensten Themen. Dies fängt bei Fragen nach dem passenden Beruf an, geht über Gedanken, was man von seiner Zukunft erwartet und schließt aber auch die kleinsten Alltagsmomente ein, die man manchmal durch Unachtsamkeit übersieht. Claire hat mir als Protagonistin gut gefallen, und auch die Nebencharaktere wurden von Frau Owens gut ausgearbeitet. Durch Claire's Eindrücke vom Leben, bestimmten Themen oder den Leuten die sie trifft lernte ich die Protagonistin bald kennen und ich war sehr auf ihre weitere Entwicklung gespannt! Zwischenzeitlich hatte ich leider das Gefühl, dass Claire immer mehr ins Negative fast schon depressive abrutscht und das blieb leider auch so.

 

Leider habe ich bei Claire bis zum Ende des Buches gar keine richtige Entwicklung gesehen. Zuerst fand ich das "Treiben lassen" und "sich finden" sehr interessant geschrieben, aber nach einer Weile hatte ich das Gefühl ich würde gemeinsam mit der Protagonistin auf der Stelle treten. Das hat mich ein bisschen enttäuscht. Zudem kamen während des Lesens bei mir ein paar Fragen auf, die leider auch am Ende überhaupt nicht geklärt wurden. Das hat mich dann doch etwas unzufrieden zurückgelassen! Alles in allem trafen bei diesem Roman eine großartige Idee, tolle Passagen und Ideen auf bis zum Schluß offene Fragen und kaum Entwicklung bei der Protagonistin, sodass ich leider nicht die sehr gute Bewertung geben kann, die ich gern gegeben hätte, da zuviel Potenzial einfach ungenutzt blieb! 

 

"Abwesenheitsnotiz" schickte mich auf eine Achterbahn der Gefühle, teils war das Buch etwas ganz Besonderes und teils konnten meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt werden! Trotzdem ist es auf jeden Fall ein lesenswerter Roman, der den Leser/die Leserin dazu bringt sich selbst zu hinterfragen!

 

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