Dienstag, 5. April 2016

Rezension: Und morgen dein Tod von Carla Norton

Titel: Und morgen dein Tod

Autorin: Carla Norton 

Übersetzerin: Kerstin Winter

Verlag: Knaur Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN-10: 3426513781

ISBN-13: 978-3426513781

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Reeve war zwölf, als sie entführt wurde. Jahrelang wurde sie von dem Psychopathen Flint gefangen gehalten und misshandelt, bis man ihn fasste. Nun, mit Anfang zwanzig, hat sie sich endlich ein ruhiges, sicheres Leben als Studentin aufgebaut. Doch dann bricht Flint aus der Psychiatrie aus. Reeve ist die ­Einzige, die weiß, wie er tickt. Sie wendet sich ans FBI – bereit, noch einmal durch die Hölle zu gehen,
um Flint endgültig zur Strecke zu bringen …

 

 

Meine Meinung: 

"Und morgen dein Tod" ist ein Thriller der Autorin Carla Norton. Dieses Buch ist der zweite Band einer Reihe um die Protagonistin Reeve LeClaire. Den ersten Band hatte ich nicht gelesen, aber das möchte ich auf jeden Fall noch nachholen. In diesem Teil der Buchreihe bekommt es Reeve mit ihrem eigenen Albtraum zu tun. Der Psychopath Flint, der sie mit zwölf Jahren entführte und jahrelang gefangen hielt und quälte ist aus der geschlossenen Psychiatrie entkommen und nun auf freiem Fuss. Die Zuständigen der Klinik sind total überfordert mit der Situation und schieben sich gegenseitig die Verantwortung für den Ausbruch zu und das FBI tappt ebenfalls völlig im Dunkeln.

 

Reeve ist die einzige, die Flint einigermaßen einschätzen kann und auch ihre ersten Vermutungen wo er auftauchen wird, erweisen sich als richtig. Da das FBI auf ihre Mithilfe zuerst nicht allzu viel Wert legt wendet sie sich, an den, mittlerweile in Rente befindlichen, Detective, der ihr damals nach ihrer Entführung zur Seite gestanden hat. Gemeinsam kommen sie dem auf die Spur, was Flint planen könnte und stoßen dabei auf Dinge, mit denen niemand gerechnet hatte ... 

 



Der Schreibstil von Carla Norton hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt sehr flüssig und ihr gelingt es gut Spannung aufzubauen und diese auch zu erhalten. Das Buch beinhaltet verschiedene Handlungsstränge, zum einen wird aus Sicht des Allwissenden Erzählers Reeve's Alltag und ihre Erlebnisse geschildert und zum anderen gibt es einen Handlungsstrang, in dem der Leser/ die Leserin erfährt, was bei der Flucht des Psychopathen Flint passiert. Die abwechselnden Handlungsstränge und die Erzählform haben für mich sehr gut zu der Geschichte gepasst und ich habe das Buch schon ziemlich zu Beginn, als spannend empfunden. 

 

Carla Norton hält den Spannungsbogen sehr konstant das ganze Buch hindurch und es gibt immer wieder Passagen, in denen sie die Spannung nocheinmal erhöht. Das Ende des Buches ist ebenfalls spannend, aber auch wenn die Geschehnisse es ermöglichen würden, habe ich das Finale als solide und nicht mega-spannend empfunden. 

 

Die Charaktere im Buch sind alle schön ausgearbeitet und auch die psychische Komponente ist nicht schlecht. Vieles ist glaubhaft und fachlich korrekt, aber bei manchen Sachen kam es mir so vor, als würde Reeve übermächtig werden. Die Traumatisierung stellt die Autorin gut dar, aber die Handlungen der Protagonistin waren nicht immer stimmig zu dem, wie ein traumatisierter Mensch in Flashback Situationen eigentlich handeln würde. Trotzdem war es nicht schlecht, wenn auch nicht immer komplett fachlich korrekt, ausgearbeitet. 

 

Die Buchidee fand ich gut, wenn auch nicht neuartig, so hat mich die Geschichte gefesselt und ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt, was immer ein gutes Zeichen ist! Ich möchte nun auch noch Band 1 lesen und werde diese Thrillerreihe definitiv weiterverfolgen! 

 

"Und morgen dein Tod" hat mich absolut gefesselt. Tolle Charaktere und eine spannungsgeladene Handlung haben mir eine schlaflose Nacht beschert! 

 

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