Mittwoch, 20. April 2016

Rezension: Über uns der Himmel unter uns das Meer von Jojo Moyes

Titel: Über uns der Himmel unter uns das Meer

Autorin: Jojo Moyes

Übersetzerin: Katharina Naumann

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Seitenzahl: 512

ISBN-10: 3499267330

ISBN-13: 978-3499267338

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte …

 

 

Meine Meinung:

"Über uns der Himmel unter uns das Meer" ist ein Roman der Autorin Jojo Moyes. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Frances. Frances ist Krankenschwester und sie macht sich mit anderen 599 Frauen auf einen Weg ins Ungewisse. Sie befinden sich auf einem Flugzeugträger, auf der Überfahrt nach England, wo die Frauen von ihren Zukünftigen erwartet werden. Frances ist die einzige unter den Frauen, die sich den anderen gegenüber nicht anvertraut, sie behält ihre Ängste und Sorgen lieber für sich und ist daher auch eher für sich alleine. 


Aber als Frances Henry Nicol kennenlernt beginnt sie sich ein wenig zu öffnen. Henry ist Marinesoldat und wacht jede Nacht vor ihrer Kabine. In nächtlichen Gesprächen erfährt Frances, dass Henry im Krieg ebenso schreckliches erlebt hat, wie sie selbst und daraus wächst auch ihr Vertrauen in ihn. Eines Tages jedoch wird Frances mit Schrecken klar, dass der Teil der Vergangenheit, vor dem sie nach England fliehen wollte sie schon eingeholt hat ...

 


Dieses Buch ist etwas anders, als die Bücher, die ich bisher von Jojo Moyes gelesen hatte. Mit dieser Geschichte macht man eine Reise in einen Teil der Geschichte, der viele Menschen geprägt hat, die Nachkriegszeiten. Der Schreibstil von Jojo Moyes hat mir auch bei diesem Buch wieder sehr gut gefallen, denn sie schreibt flüssig und schön bildhaft, ohne ins kitschige zu verfallen. Die Sprache ist der Zeit, in der die Geschichte spielt, entsprechend und das hat mir gut gefallen. 



Die Handlung ansich, war mir leider im Mittelteil des Buches ein bisschen zu langatmig, sodass ich mich danach gesehnt habe, dass mal wieder etwas spannenderes passiert. Das fand ich ein bisschen schade. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und im Fokus stehen Frances, Avice, Margaret und Jean. Mit diesen drei so verschiedenen Frauen ist die Protagonistin in einer Kabine untergebracht und da dies ein zentraler Schauplatz im Buch ist, sind die anderen drei Frauen auch sehr schön beschrieben und ich durfte sie ebenfalls recht gut kennenlernen. 


Die Geschichte hat Frau Moyes aufgrund wahrer Begebenheiten erzählt und bringt dem Leser/ der Leserin so auch ein Stück Zeitgeschichte näher. Der Flugzeugträger ist nämlich keine Idee der Autorin, sondern es gab ihn wirklich und seinerzeit reiste sogar die Großmutter von Frau Moyes auf ihm, von Australien nach England! Diese Informationen macht die ganze Geschichte nocheinmal emotionaler, wie ich finde! 


"Über uns der Himmel unter uns das Meer" ist ein emotionaler Roman, der mir ein Stück wahre Zeitgeschichte nähergebracht hat. Die ab und an langatmigen Passagen wurden durch tolle Charaktere und eine interessante Handlung, fast wieder aufgewogen!

 

Kommentare:

  1. Hallo Petra,

    das Buch liegt auch schon bei mir im Regal - ich hoffe, ich komme bald dazu es zu lesen. Denn ich mag die Autorin sehr gerne.

    lg
    Marie

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    1. Huhu Marie!
      Ich mag Jojo Moyes auch sehr! Wünsche dir dann viel Spaß mit der Geschichte!
      Liebe Grüße, Petra

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  2. Hallo Petra,

    ja, jetzt weiß ich, dass ich es lesen muss. Geschichtlich bin ich immer interessiert und den zähen Mittelteil werde ich hoffentlich aushalten.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole!
      Das geht mir auch so. Ja den Mittelteil kann man schon verkraften, ich wünsche dir, dass er dir gar nicht so zäh vorkommt!
      Liebe Grüße, Petra

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