Mittwoch, 13. April 2016

Rezension: D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt von M.J. Arlidge

Titel: D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt

Band: 1 von ?

Autor: M.J. Arlidge

Übersetzerin: Karin Witthuhn

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3499272040

ISBN-13: 978-3499272042

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Das Letzte, woran Amy und Sam sich erinnern, ist das Konzert in London. Strömender Regen, eine Mitfahrgelegenheit nach Southampton, heißer Kaffee. Dann das Erwachen: Sie sind gefangen in einem alten Schwimmbad, auf dem Boden liegt eine Pistole. Die Botschaft ihres Peinigers: Entweder sterben beide langsam und qualvoll. Oder einer tötet den anderen und ist frei.
Damit beginnt eine Mordserie, die Detective Inspector Helen Grace und ihr Team an die Grenzen bringt. Das Muster wird schnell deutlich: Ein einsamer Ort, zwei Menschen und eine Entscheidung, an deren Ende Tod oder die Schuld des Überlebenden steht. Doch nichts scheint die Opfer miteinander zu verbinden. Helen sucht verzweifelt nach einem Motiv – und gelangt zu einer verstörenden Erkenntnis.  

 

 

Meine Meinung: 

"D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt" ist ein Thriller des Autors M.J. Arlidge. Dieses Buch ist im Jahr 2014 veröffentlicht worden und dies ist die neue Auflage und der erste Band einer Thrillerreihe um D.I. Grace. In diesem Buch bekommt es die Protagonistin Helen Grace mit einem sehr persönlichen Fall zu tun. 

 

Es beginnt damit, dass  ein Teenagerpärchen entführt wird und die Täterin dem Mädchen die Chance gibt, dass sie ihren Freund töten könne, um schließlich selber überleben zu dürfen. Nach unzähligen Tagen in Gefangenschaft greift das Mädchen zur Pistole und wird kurz darauf tatsächlich freigelassen. Helen Grace, die als jüngste Frau im Team zum Detective Inspector aufgestiegen ist wird mit dem Fall betraut. Schon nach kurzer Zeit häufen sich die Vermisstenfälle und es kristallisiert sich ein Muster heraus, welches auf eine Serienmöderin hindeutet. 

 

Es werden immer wieder zwei Menschen an einen abgeschiedenen Ort verschleppt und dort sich selbst überlassen. Jedes Mal lässt die Täterin ihnen die Wahl. Sterbt beide, tötet den anderen oder überlebt und lasst euch von den Schuldgefühlen quälen ... Eine Wahl, die keine Gewinner mit sich bringt und das Team rund um D.I. Grace nicht nur zwischenmenschlich an ihre Grenzen bringt ...

 


 

Der Einstieg in diesen Thriller ist mir sehr gut gelungen. M.J. Arlidge hat einen flüssigen und problemlos zu lesenden Schreibstil. Es gibt in diesem Buch mehrere verschiedene Handlungsstränge und durch diese verschiedenen Einblicke in die Geschehnisse gelang es dem Autor sehr gut die Spannung zu steigern und das Interesse bei mir zu wecken. Zum einen gibt es einen Handlungsstrang aus Sicht der entführten Pärchen, ein Strang dreht sich um Helen Grace privat ( da möchte ich nicht zuviel verraten) und dann gibt es noch den Erzählstrang rund um die polizeilichen Ermittlungen. 

 

Detective Inspector Helen Grace fand ich als Charakter sehr interessant. Sie hat viele Ecken und einige Kanten und kann absolut nicht in eine "Ermittler-Vorlage" gepresst werden. Sie war mir nicht total sympathisch, aber ich finde es interessant, dass sie so anders ist und ich bin gespannt auf ihre weitere Entwicklung! Manches an ihr fand ich ein bisschen überzogen und einmal war ich auch von der Handlung enttäuscht. Denn sie wird als sehr korrekt im Job beschrieben und lässt bei einem Verdachtsmoment gegen einen Kollegen, aber jegliche andere Möglichkeiten außer acht und beschuldigt ihn von einem Moment zum anderen. Das war für mich sehr unglaubwürdig gestaltet. 

 

Die Grundidee des Buches um die Entführungen und die psychische Komponente mit der "Schuld des Überlebenden" fand ich sehr spannend und manches ging mir auch ganz schön unter die Haut. Auch die Nebencharaktere haben mir ziemlich gut gefallen. Ich freue mich auf jeden Fall das Team rund um D.I. Grace bei weiteren Fällen zu begleiten und bin gespannt, ob M. J. Arlidge es schafft auch in den kommenden Bänden den Spannungsbogen gut zu halten, dies war jedenfalls einer ziemlich gelungener Auftakt! Von mir gibt es 3,5 Rosen aufgerundet auf 4!

 

"D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt" punktet durch psychologische Spannung und interessante Charaktere, machmal war mir die Story allerdings ein wenig zu unglaubwürdig und überzogen!

 

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