Dienstag, 26. April 2016

Rezension: Der Verrat von Val McDermid

Titel: Der Verrat

Autor: Val McDermid

Übersetzerin: Doris Styron

Verlag: Knaur TB

Seitenzahl: 512

ISBN-10: 3426514028

ISBN-13: 978-3426514023

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Hilflos muss die Schriftstellerin Stephanie Harker auf dem Flughafen von Chicago mit ansehen, wie ihr fünfjähriger Adoptivsohn von einem Unbekannten entführt wird. Als sie die Verfolgung aufnehmen will, wird sie von der Security für eine Attentäterin gehalten und festgenommen. Alles hat mit Stephanies Beruf als Ghostwriter angefangen. Eher widerwillig übernimmt sie die Autobiographie des Soap-Sternchens Scarlett, eines Billig-Promis aus einer TV-Reality-Show. Doch Stephanie entdeckt auch andere Seiten an ihr, und schließlich werden die beiden unzertrennliche Freundinnen. Als Scarlett unheilbar erkrankt, verspricht Stephanie, sich um ihren kleinen Sohn zu kümmern. Doch jetzt ist Jimmy spurlos verschwunden. Von Schuldgefühlen zermürbt, versucht Stephanie verzweifelt, den Entführer zu finden - und erlebt eine Überraschung, die ihr ganzes Dasein bis in die Grundfesten erschüttert.

 

 

 


Meine Meinung: 

"Der Verrat" ist der neueste Thriller aus der Feder des Autoren Val McDermid. Bei diesem Buch hat mich sogleich der spannende Klappentext neugierig gemacht und ich war sehr gespannt, wie der Autor die Geschichte umsetzen würde! 

 

In dem Buch geht es um die Protagonistin Stephanie Harker. Stephanie ist arbeitet als Schriftstellerin und eines Tages muss sie auf dem Chicagoer Flughafen hilflos mit ansehen, wie ihr fünfjähriger Adoptivsohn Jimmy entführt wird. Die leibliche Mutter des kleinen war ein Soap-Sternchen und während sie ihre Biographie schreiben sollte, hat sich Stephanie mit Scarlett angefreundet. Als diese unheilbar erkrankt verspricht Stephanie sich um ihren kleinen Sohn zu kümmern. Als die Protagonistin sich verzweifelt auf die Suche nach dem Entführer begibt, entdeckt sie etwas, dass ihr ganzes Leben aus der Bahn zu werfen droht ...

 



Der Schreibstil von Val McDermid hat mir gut gefallen. Der Autor hat einen sehr flüssigen Schreibstil und ich konnte das Buch ohne Probleme lesen. Leider ist mir sehr schnell aufgefallen, dass es immer wieder Passagen gab, in denen der Autor extrem detailliert Dinge oder Situationen beschrieben hat, die ich persönlich, als gar nicht so wichtig empfunden habe. Das führte zu einer gewissen Langatmigkeit, wo ich mir viel mehr Dichte in den Handlungen gewünscht hätte. 

 

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, aber einen richtigen Zugang habe ich selbst zu der Protagonistin nicht bekommen, was sie für mich zu unnahbar machte. Die anderen Charaktere werden zum großen Teil eher nur am Rande erwähnt, aber das hat mich nicht sonderlich gestört. Der Plot war nicht schlecht ausgewählt, aber ich hätte mir mehr Spannung gewünscht und wie es sich für einen Thriller gehört auch mehr Nervenkitzel. Hier wurde der Spannungsbogen, meiner Meinung nach, der angedeuteten Spannung vom Klappentext nicht immer gerecht. 

 

Gegen Ende des Buches gelang es Val McDermid die Spannung einmal deutlich ansteigen zu lassen und das habe ich sehr  genossen. Nur leider kam dies doch sehr spät, sodass ich sagen muss, dass mir der Inhalt für eine sehr gute Bewertung leider nicht ganz ausreicht. 

 

"Der Verrat" ist ein Thriller, der eher an einen Spannungsroman erinnert, und bei dem mir, durch zuviele Details, häufig die Spannung zu sehr auf der Strecke geblieben ist!





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