Dienstag, 19. April 2016

Rezension: Der Keller von Minette Walters

Titel: Der Keller 

Autorin: Minette Walters

Übersetzer: C. Breuer & N. Möllemann

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 224

ISBN-10: 3442484324

ISBN-13: 978-3442484324

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...


 

Meine Meinung: 

"Der Keller" ist ein Psychothriller der Autorin Minette Walters. In dem Buch geht es um die Protagonistin Muna. Muna weiß nicht viel über ihre Vergangenheit, sie hat nur wenige schemenhafte Erinnerungen an die Zeit, bevor sie bei den Songolis war. Und sie weiß nicht was mit ihrer richtigen Familie passiert ist. Muna ist als Hausmädchen bei den Songolis, aber sie wird misshandelt und wie eine Sklavin behandelt. Wohnen kann man das gar nicht nennen, denn Muna wird lediglich in den dunklen Keller gesperrt. 

 

Aber auch wenn sie nur wenig sprechen darf, ist Muna ziemlich klug, sie achtet auf sehr vieles und hat sich manches selber beigebracht. Doch eines Tages wird alles anders, als der jüngste Sohn der Songolis spurlos verschwindet. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Muna's eigentlichen Lebensbedingungen erfahren, darf sie aus dem Keller in ein anderes Zimmer ziehen und bekommt auch richtige Kleidung. Muna sieht immer mehr, dass das ihre einzige Chance sein könnte und so beobachtet und lernt sie, um sich schließlich an denen rächen zu können, die sie so geqüalt haben ...

 



Der Einstieg in das Buch ist mir recht gut gelungen. Was mir positiv aufgefallen ist, ist, dass man als Leser/Leserin direkt in der Geschichte drin ist. Ich war ein bisschen überrascht, aber nach einem Moment konnte ich der Handlung gut folgen. Leider kam bei mir dieser Sog der einen an ein Buch fesselt leider gar nicht auf und ich muss sagen, auch wenn es manchmal ein oder zwei psychologisch raffinierte Passagen gab, war mir die Geschichte viel zu vorhersehbar. 

 

Das was mir wirklich am meisten gefehlt hat war die Spannung, denn auch nach der Hälfte der Geschichte kam diese, meiner Meinung nach, leider nicht auf. Da das Buch so wenige Seiten hat, war ich nach knapp der Hälfte echt entmutigt und ich hätte das Buch auch gut zur Seite legen können, ohne wissen zu wollen, was noch passieren würde. Das ist ein sehr schlechtes Zeichen bei mir. 

 

Die Charaktere waren solide ausgearbeitet und es gab einiges was unter die Haut ging, besonders Missbrauchsszenarien, aber Brutalität alleine reicht, meiner Meinung nach, nicht aus, um einem Thriller die nötige Portion Spannung mitzugeben! Alles in allem war ich kurz davor das Buch abzubrechen und habe es lediglich nicht getan, weil ich die Hoffnung hatte, dass noch etwas spannendes passiert - dem war aber leider nicht so! 

 

"Der Keller" ist eine Novelle, die mich leider gar nicht überzeugen konnte, solide Charaktere und eine vorhersehbare Handlung waren das eine, die fehlende Spannung und die mangelnde psychologische Raffinesse haben mich sogar noch mehr enttäuscht! Sehr schade!

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen