Freitag, 22. April 2016

Rezension: Babylon von Thomas Thiemeyer

 

Titel: Babylon

Autor: Thomas Thiemeyer

Verlag: Knaur 

Seitenzahl: 528

ISBN-10: 342665363X

ISBN-13: 978-3426653630

Preis: 14,99 Euro 









Inhalt: 

Der Ort: Zweitstromland, Wiege der Zivilisation. Heute eine der gefährlichsten Regionen der Erde. 

Der Auftrag: die Erkundung des rätselhaftesten Bauwerks der Menschheitsgeschichte. 

Die Akteure: Archäologin Hannah Peters und ihr Team. Ein milliardenschwerer Kunstsammler, der sein letztes Abenteuer erleben will. Und ein vierjähriges Kind. Gemeinsam müssen sie sich der größten Herausforderung ihres Lebens stellen ...

 

 

Meine Meinung: 

"Babylon" ist ein Thriller des Autors Thomas Thiemeyer. Bei diesem Buch hat mich der interessante Klappentext sofort angesprochen und ich war sehr gespannt auf diese Geschichte! Bisher hatte ich noch kein Werk von Herrn Thiemeyer gelesen, also wurde es Zeit das auch mal zu ändern. 

 

In diesem Buch geht es um die Protagonistin Hannah Peters. Hannah arbeitet als Archäologin und zusammen mit ihrem Partner John nimmt sie derzeit Ausgrabungen in Griechenland vor. Auch ihre vierjährige Tochter Leni ist mit dabei. Völlig unerwartet bekommt Hannah dort Besuch von ihrem Sponsor, dem Milliardär Norman Stromberg. Dieser äußert den dringenden Appell gemeinsam mit John in den Nordirak reisen zu wollen, da ein Professor dort einen Bodenfund gemacht hat, der äußerst vielversprechend klingt. 

 

Aber nicht nur, dass die gesamte Region dort ein wahres Pulverfass ist bietet Anlass zur Sorge. Viel schlimmer ist noch, dass der besagte Professor nur noch tot aufgefunden wird. Alles sieht nach einem Suizid aus. John und Norman wird mehr und mehr bewußt, dass das Rätsel um den vielversprechenden Fund gelöst werden muss, aber wie hoch wird der Preis sein, den die beiden eventuell für ihre Nachforschungen zahlen müssen?

 


 In diesem Thriller begegnet man als Leser/Leserin verschiedenen Handlungssträngen und man erfährt vieles aus Sicht verschiedener Charaktere. Zu Beginn begleitet man den Professor, bei seinem Bodenfund mitten in der Wüste. Der Fund entpuppt sich als ein unterirdischer Tempel, der sehr weit in die Tiefe geht, aber nach einer Weile von einem Portal verschlossen ist. Diese Schilderungen haben mir als Einleitung sehr gut gefallen, denn so weiß man direkt worum es eigentlich geht und meine Neugier wurde direkt geweckt, was es wohl mit diesem Tempel auf sich hat. 


Man lernt die Charaktere während ihrer Reise zu dem Hauptschauplatz nicht richtig kennen, aber trotzdem habe ich mich sehr wohl mit ihnen gefühlt und war neugierig auf die weiteren Geschehnisse. Ich hatte irgendwie gedacht, dass die Archäologie als Thema einen größeren Platz in dem Buch einnehmen würde, aber hier standen im Endeffekt andere Themen im Vordergrund, die mich persönlich, in diesem Kontext, aber nicht allzu sehr interessiert haben. Zum einen ging es viel um religiöses, und zum anderen nimmt die Politik und bestimmte politische Verwicklungen auch einen großen Stellenwert ein. Das war mal ganz interessant zu lesen, aber ich hätte mir an manchen Stellen mehr Spannung um den mysteriösen Fund gewünscht. 


Gegen Ende des Buches wurde mir mein Wunsch dann aber doch noch erfüllt, denn dort legt Herr Thiemeyer die Aufmerksamkeit mehr auf die archäologischen Gegebenheiten und auch die Spannung nimmt nocheinmal zu. Alles in allem ist es eine runde und stimmige Geschichte, die mich gut unterhalten hat, aber bei der mir trotzdem das kleine Extra, gefehlt hat! Manches war mir zu langatmig und ich glaube, dass mehr Dichte in der Erzählung der durchaus interessanten Geschichte gut getan hätte. 


"Babylon" ist ein solider Thriller, der mich gut unterhalten, aber leider nicht immer mitgerissen hat! 

 

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