Samstag, 30. April 2016

Der Pfandleiher von Edward Lewis Wallant

Titel: Der Pfandleiher

Autor: Edward Lewis Wallant

Übersetzerin: Barbara Schaden

Verlag: Berlin Verlag

Seitenzahl: 352

ISBN-10: 3827011833

ISBN-13: 978-3827011831

Preis: 22,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Nach dem Erfolg von "Mr. Moonbloom" erscheint nun Edward Lewis Wallants großer Roman über den Pfandleiher von Harlem, Sol Nazerman, der Zeuge der kühnsten Träume und tiefsten Verzweiflungen seines Viertels wird. Durch die Verfilmung von Sidney Lumet bekannt, ist dieser Klassiker endlich auch auf Deutsch zu lesen. 

 

 


Meine Meinung: 

"Der Pfandleiher" ist ein Roman des Autors Edward Lewis Wallant. In diesem Buch erzählt der Autor die Geschichte des Protagonisten Sol Nazerman. Sol Nazerman arbeitet als Pfandleiher in Spanish Harlem. In seinem Laden begegnet er den unterschiedlichsten Menschen und erfährt von vielen verschiedenen Schicksalen. Sol lebt gemeinsam mit seiner Schwester, seinem Schwager und ihren Kindern in einem Haus. Seine Frau und seine Kinder hat Sol verloren, als sie in einem Konzentrationslager ermordet wurden. Er konnte nur durch Glück dem Holocaust entkommen. 


Diese ganzen Erlebnisse und Schicksalsschläge haben aber ihre Spuren bei Sol hinterlassen. Er lässt keine Gefühle an sich heran und auch seine Pfandleihe führt er sehr streng und ohne Mitgefühl, bis ein Geschehnis Sol's gleichförmigen Alltag aus der Bahn wirft und auch in dem ernsten Pfandleiher etwas verändert ...




Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn der Klappentext hat mich absolut neugierig gemacht. Ein Pfandleiher mit einem schweren Schicksal, dem in seiner Pfandleihe immer wieder Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen begegnen, das klang für mich nach einer tollen, emotionalen Geschichte. Sol Nazerman hat mir als Protagonist sehr gut gefallen. Er ist ein Mann, der viel durchlitten hat und sich mit vielen Verlusten auseinandersetzen musste. Seine Weigerung die Schicksale anderer und die zugehörigen Emotionen an sich heranzulassen wirkt als eine Art Selbstschutz sehr authentisch, auch wenn es manches Mal sehr bedrückend war. 

 

Edward Lewis Wallant schafft in diesem Roman eine wunderbare Atmosphäre, in der er viele wichtige Dinge thematisiert. Hiermit hat der Autor mich nicht nur emotional berührt, sondern er regt auch zum Nachdenken an. Aber nicht nur Sol hat bei mir einen Nerv getroffen, sondern auch ein paar der Nebencharaktere, die den Protagonisten in seiner Pfandleihe aufsuchen.

 

Die Handlung ist spannend und auch wenn sie manchmal ein bisschen sehr bedrückend war habe ich die Entwicklung interessiert verfolgt. Sol's Entwicklung war am deutlichsten zu erkennen und manche Reaktionen oder Entwicklungen gingen mir sehr unter die Haut. 

 

"Der Pfandleiher" ist ein ehrliches Buch, in dem man auf schlimme Schicksale trifft und es hat mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen! 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen