Donnerstag, 31. März 2016

Rezension: Die Fleischlüge von Hans - Ulrich Grimm

 

Titel: Die Fleischlüge

Autor: Hans - Ulrich Grimm 

Verlag: Droemer HC

Seitenzahl: 336

ISBN-10: 3426276410

ISBN-13: 978-3426276419

Preis: 18,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

Fleisch ist reich an Eiweiß, Mineralien und anderen wertvollen Bestandteilen. Vergleichbares gilt für Milch, Eier und Fisch. Doch zu viel Fleisch schadet. Krebs, Alzheimer, Diabetes sind nur einige Krankheiten, die häufiger Fleischgenuss auslösen kann. Grund für den übermäßigen Verzehr sind die extrem günstigen Preise. Und nicht nur die Mengen stellen ein Problem dar. Denn der überwiegende Teil unserer Nahrungsmittel stammt aus industrieller Erzeugung. Auf Leistung gezüchtete Rassen, aufgezogen mit chemisch angereichertem Futter, routinemäßig mit Medikamenten behandelt, liefern Lebensmittel von bedenklicher Qualität. Hans-Ulrich Grimm prangert die ökologisch und ethisch mehr als fragwürdigen Machenschaften der Tierindustrie an und plädiert für einen überlegten, reduzierten und genussfreudigen Umgang mit Fleisch, Fisch und Co.

 

 

Meine Meinung: 

"Die Fleischlüge" ist ein Buch des Autors Hans - Ulrich Grimm. In diesem Buch geht es um das Thema Fleisch, welches in aller Munde ist. Nicht nur durch die vielen Diäten, die die fleischlastige Ernährung propagieren, sondern auch die Tendenz der Menschen sich häufig mit Fleisch zu ernähren führten dazu, dass ich das Buch interessant fand. Und da ich schon viel Gutes über die Bücher von Herrn Grimm gehört habe wollte ich dieses gerne selber lesen. 

 

In zwölf verschiedenen Kapiteln geht der Autor auf unterschiedlichste Themen ein. Kapitel eins befasst sich mit der Massentierhaltung und verschiedenen Fakten zur fleischlastigen Ernährung, wie zum Beispiel, dass zuviel Eiweiß sogar schädlich ist. Kapitel zwei beinhaltet weitere interessante Fakten zum Fleischkonsum. Zum Beispiel erzählt Herr Grimm hier, welche gesundheitlichen Folgen schon eine Wurst am Tag haben kann. Die Industrialisierung der Milch wird im dritten Kapitel thematisiert, was ich sehr spannend fand. Einiges hatte ich selbst so noch gar nicht gewußt und der Autor regt mit manchen Dingen doch sehr zum Nachdenken über das eigene Verhalten an. 

 

Im vierten und fünften Kapitel stößt der Leser/ die Leserin auf die Themen der Antiobiotika-Resistenzen und Wissenswertes zum Thema Gefügel. Auch dem Bienensterben widmet sich Herr Grimm und zwar im sechsten Kapitel, in dem er erläutert, wie Gifte zum Sterben der Brummer führen und auch den Menschen, durch den Honig, gefährden. Im siebten Kapitel geht es um die Machtverteilung. In dieser ist die Tierindustrie, mit ihrer Massentierhaltung und den fragwürdigen Tierhaltungsbedingungen leider ganz vorne dabei, was leider auch im Staat nicht verhindert wird. 

 



In den Kapiteln acht, neun und zehn wird es nicht minder interessant. Hier geht es zum Beispiel um das sogenannte Bio - Fleisch und was da wirklich hintersteckt. Es gibt wissenswertes zum Thema Fischsterben und der Autor erklärt, was dies mit dem gewaltigen Sushi - Boom zu tun hat. Und schließlich geht Herr Grimm auch noch auf die Vegetarische Ernährungsform und die Veggie-Trends ein. Das fand ich sehr interessant und eine schöne Abwechslung, die aber auch zum Thema gehört. In Kapitel Elf geht es um das Thema, wie Tiere den Menschen neue Nahrungsquellen erschließen lassen. 

 

Das zwölfte und abschließende Kapitel befasst sich mit dem gesunden und guten Miteinander zwischen Mensch und Tier und was man durch Respekt vor Tieren alles erreichen kann. Und wie dies möglich werden kann. Dieses Kapitel war für mich ein wunderbarer und runder Abschluss, der zeigt, wie vielseitig sich der Autor mit den Themen des Buches auseinandergesetzt hat. 

 

Der Schreibstil von Hans - Ulrich Grimm hat mir gut gefallen. Der Autor schafft in diesem Buch einen guten Mix aus Fakten und Beispielen, die man im Alltag finden kann, was den flüssigen Schreibstil noch unterstreicht. Es gibt zwar Fachsprachliche Ausdrücke, aber die sind im Kontext auch für den Laien sehr gut zu verstehen. Ich werde bestimmt noch weitere Bücher des Autors lesen, denn die Themen sind wichtig und Herr Grimm schafft es auch zum Nachdenken anzuregen. Ich werde sicherlich bevor ich zu manchen Nahrungsmitteln greife, nochmal an dieses Buch zurückdenken! 

 

"Die Fleischlüge" ist ein informatives Buch, welches zum Nachdenken anregt! Sehr wichtig und interessant und trotzdem kein schweres Sachbuch! Eine gelungene Mischung!

 

Kommentare:

  1. Hallo liebe Petra! :)
    Von Hans Ullrich-Grimm habe ich vor vielen Jahren mal "Die Ernährungslüge" gelesen, die ich echt gut fand. Ich glaube sogar, dass es damals mein allererstes Buch über die Wahrheit hinter unserer "gesunden" Ernährung war und seitdem habe ich viele Bücher dieser Art gelesen. Und ich bin heute schon sehr aufgeklärt, was die Themen in dem Buch betrifft. Nichtsdestotrotz liest man ja trotzdem immer wieder was, was man noch nicht weiß und deshalb setze ich mir das auch mal auf die Wunschliste. Außerdem ist mein letztes Ernährungsbuch auch schon ein Weilchen her. Ich habe mich in den letzten 2-3 Jahren mehr auf Belletristik konzentriert - was ich aber wieder ändern will! Ledigliich über die Thematik mit den Bienen weiß ich noch nicht so viel, das würde mich also auch noch brennend interessieren.
    Kennst du vielleicht schon "Skinny Bitch" von Rory Freedman? Darin geht es auch um Nahrungsmittel, aber mehr um die tierischen und wie sie hergestellt werden. Also eigentlich geht es um die Wahrheit hinter der Herstellung tierischer Lebensmittel. Ist wahnsinnig interessant und ... hochemotional. Ich würde dir raten, Taschentücher griffbereit zu haben. ;)

    Alles Liebe,
    Janine aus Meine Welt der Bücher

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    1. Huhu Janine!
      "Die Ernährungslüge" wollte ich auch gerne irgendwann nochmal lesen. Ich lese ab und an gerne mal solche informativen Sachbücher und hier wird ja auch manches kritisch beleuchtet, was ich gut finde zum nachdenken über sich selbst. Nein, "Skinny Bitch" sagt mir gar nichts. Das muss ich mal googeln.
      Lg Petra

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