Donnerstag, 18. Februar 2016

Rezension: Und draussen stirbt ein Vogel von Sabine Thiesler

 

 

Titel: Und draussen stirbt ein Vogel

Autorin: Sabine Thiesler

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3453269683

ISBN-13: 978-3453269682

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 Inhalt: 

Hasserfüllt beobachtet er die Autorin Rina Kramer bei ihrer Lesung. Jedes Wort von ihr macht ihn wütend. Sie hat ihn bestohlen, hat seine Ideen und Gedanken geraubt. Er reist ihr nach, findet sie in ihrem idyllischen Landhaus in der Toskana und mietet sich bei ihr ein. Wie ein harmloser Urlauber, aber besessen davon, sie zu vernichten. Rina ahnt nicht, was der eigentümliche Gast plant. Als sie endlich die Gefahr erkennt, ist es bereits zu spät. 

 

 


Meine Meinung: 

"Und draussen stirbt ein Vogel" ist ein Thriller der Autorin Sabine Thiesler. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Rina Kramer. Rina ist eine erfolgreiche Autorin und hält auch regelmäßig Lesungen ab. Nach einer recht erfolgreichen Lesung geht es für Rina zurück in die Toskana, wo sie lebt und an ihrem aktuellen Buch weiterschreiben will. Auch mit ihrem Sohn, der auf ein Internat geht, kann sie mal wieder Zeit verbringen. Die Ehe der Autorin läuft mehr schlecht als recht und ihr Mann glänzt neben Affären auch durch sehr häufige Abwesenheit.

 

 Als kurz nach Rina's Ankunft in ihrem Haus ein Gast eintrifft, der ihr Ferienhaus mieten möchte ist sie erfreut, aber auch überrascht. Erste Zweifel an dem Mieter stellen sich bei Rina und ihrem Sohn sehr schnell ein, aber sie nimmt sie nicht gleich ernst. Zu dem Zeitpunkt kann die Autorin aber auch nicht annähernd erahnen, was es mit dem ominösen Feriengast überhaupt auf sich hat ...



Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, denn Frau Thiesler hat einen angenehm flüssigen und  gut zu lesenden Schreibstil, der durch klare Sätze besticht. Der Plot des Thrillers hat mich neugierig gemacht und ich war nach dem lesen des Klappentextes sehr gespannt auf die Umsetzung der Autorin. Leider ist mir sehr schnell aufgefallen, dass mir ein wichtiges Merkmal eines Thrillers, bei der Story fehlte, und zwar die Spannung. Zu Beginn hatte ich noch darauf gehofft, dass sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln würde, aber bis auf ein kleines bisschen Spannung zum Finale habe ich davon leider nichts entdecken! Das fand ich extrem schade und ich musste mich auch wirklich überwinden überhaupt weiterzulesen. 

 

Die Charaktere waren okay, aber sie haben, für mich durch nichts besonderes hervorgestochen. Sympathien haben sich bei mir leider für keinen der Charaktere entwickelt. Es gibt in dem Buch einen zweiten Handlungsstrang, den ich gar nicht richtig nachvollziehen konnte, da er für mich gar nicht zur eigentlichen Geschichte gepasst hat. Er wurde dann logisch verknüpft, aber mir fehlte der Sinn, dieses Stranges. Die psychologische Komponente war ganz gut ausgearbeitet, aber teilweise, für meinen Geschmack, einfach zu übertrieben. Die Symptome, die der Gast dort zeigt, waren manchmal überzogen und extrem!

 

"Und draussen stirbt ein Vogel" ist ein Thriller, der mich leider überhaupt nicht packen konnte! Trotzdem werde ich Frau Thiesler als Autorin nochmal irgendwann eine Chance geben. 

 

 

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