Mittwoch, 24. Februar 2016

Rezension: In der Stunde der Dämmerung von Nicci Gerrard

Titel: In der Stunde der Dämmerung

Autor: Nicci Gerrard

Übersetzerin: Elvira Willems

Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch

Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3833310294

ISBN-13: 978-3833310294

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Das alte Haus liegt wunderbar einsam am Waldrand und vom obersten Stockwerk blickt man aufs Meer. Es hat vielleicht einmal bessere Tage gesehen, aber die 94jährige Eleanor, die darin lebt, ist die eindruckvollste Frau, die Peter je getroffen hat. Eigentlich sollte er ihr nur helfen, ihre Papiere zu ordnen. Aber dann freunden der Student und die alte Dame sich an - und plötzlich erzählt ihm Eleanor ihr sorgfältig gehütetes Geheimnis ...

 

 

Meine Meinung: 

"In der Stunde der Dämmerung" ist ein Roman der Autorin Nicci Gerrard, die auch bekannt ist, als die weibliche Hälfte des Autorenduo's Nicci French. In diesem Buch geht es um die Protagonisten Eleanor und Peter. Eleanor ist mit ihren über neunzig Jahren immer noch eine sehr unabhängige und selbstständige Frau, bis sie versehentlich fast ihr Haus abbrennt. Um sich dem Willen ihrer Kinder zu beugen, die sich Sorgen machen, beschließt sie schweren Herzens ihr geliebtes Cottage aufzugeben. Doch zwischen den vielen Bücher und Schriftstücken in ihrer großen Bibliothek stecken Geheimnisse, die ihre Kinder nicht zu Gesicht bekommen sollen. 


Um ihre Kinder zu umgehen und ihr Geheimnis zu schützen heuert die rüstige Eleanor den Studenten Peter an. Peter ist es ganz recht einmal raus zu kommen, denn Liebeskummer macht dem jungen Mann schwer zu schaffen. So wird aus einer Bedarfsgemeinschaft schon nach kurzer Zeit eine besondere Freundschaft zwischen den zwei so verschiedenen Charakteren, die beiden sehr gut tut. Eleanor, die immer mehr Vetrauen zu Peter fasst, beschließt, dass sie einmal im Leben ihre Geheimnisse lüften muss, und dass der junge Student der Richtige ist, um ihre Geschichte zu hören ...

 


Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Der Schreibstil von Nicci Gerrard gefällt mir sehr, da sie bildhaft und trotzdem schön flüssig schreibt. Zudem hat sich beim Lesen ein Sog entwickelt, der dazu beigetragen hat, dass ich immer weiterlesen wollte, um zu wissen was als nächstes passieren wird. 

 

Die Charaktere waren wirklich schön und authentisch ausgearbeitet. Besonders Eleanor hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte die alte Frau so gut darin verstehen, dass sie ihre Selbstständigkeit und ihr Cottage nur sehr schweren Herzens aufgeben konnte. Die Freundschaft, die sich zwischen Peter und Eleanor entwickelt hat mich berührt. Ich mag ja gerne Geschichten in denen auf den ersten Blick sehr verschiedene Charaktere Freunde werden. Bei diesen beiden jedenfalls kam eine tolle Harmonie und ein Verständnis rüber, was mir sehr gefallen hat. 

 

Eleanors gehütete Geheimnisse haben mich nun nicht vom Hocker gerissen was die Spannung anbelangt, aber es ist durchaus eine interessante Geschichte, die die Protagonistin zu erzählen hat. Die Emotionen kommen in diesem Buch keinesfalls zu kurz, was ich bei Lebensgeschichten auch immer wichtig finde. Die Autorin bringt die nötigen Gefühle schön rüber und ich konnte häufiger mit den Charakteren mitfühlen. 

 

"In der Stunde der Dämmerung" ist ein Roman mit tollen Charakteren, einer interessanten Lebensgeschichte und einer berührenden Freundschaft, der mich gut unterhalten hat!

 

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