Samstag, 16. Januar 2016

Rezension: Die Nacht der Zugvögel von Franziska Fischer

 

 

Titel: Die Nacht der Zugvögel

Autorin: Franziska Fischer

Verlag: Droemer

Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3426281228

ISBN-13: 978-3426281222

Preis: 14,99 Euro 








Inhalt: 

Wir warten immer auf etwas, das wahrscheinlich nie geschieht.

Nein, das wird keine Liebesgeschichte, nur eine über eine Begegnung, die auf einen winzigen Zeitraum, auf eine einzige Nacht abgestimmt ist, die genauso gut auch nie hätte geschehen können. Die in Wirklichkeit nie geschehen ist. Und die doch alles verändern könnte.

 

 

Meine Meinung: 

"Die Nacht der Zugvögel" ist ein Roman der Autorin Franziska Fischer. In dieser Geschichte geht es um die Protagonisten Viola und Leo. Die beiden verbringen nur eine Nacht zusammen, weil Viola ein Dach über dem Kopf brauchte und Leo sie in seine WG einlud. Doch ohne dass es vorher so schien haben diese wenigen, nächtlichen Stunden etwas bei den beiden verändert und so beginnen sie sich zu schreiben. 

 

Viola erzählt Leo wie es kam, dass sie in Berlin war und was in ihrem Leben passierte, was sie den Halt verlieren liess. Sie schickt die Briefe an Leo's Adresse, nichtsahnend, dass auch Leo unterwegs ist. Der Protagonist reist quer durch Deutschland und kommt mit jedem entfernten Kilometer sich selbst ein Stückchen näher. Aber eines Tages nimmt auch er ein Blatt Papier und einen Stift, um Viola zu schreiben, mit der er nur eine Nacht verbracht hatte ... 

 

Die Idee des Buches hat mich sogleich sehr neugierig gemacht und ich war sehr gespannt auf diese Geschichte. Das Buch ist in Ich - Form, aus Sicht von Viola und Leo geschrieben und diese Schreibform hat mich den beiden sogleich näher gebracht. Franziska Fischer hat die beiden Charaktere schön ausgearbeitet und sie wirken wirklich authentisch auf mich. Sie sind beide auf ihre Weise verloren gegangen und ich finde der poetische Schreibstil der Autorin passt einfach richtig gut zu der Handlung. 

 

Der Auf-/Umbruch ist das Hauptthema dieses Buches und ich finde, dass die Autorin hiermit einen Nerv bei den Menschen trifft. Viele suchen nach Sinn, nach der richtigen Aufgabe, nach einer Erfüllung, neben dem Alltag und nicht wenige verlieren sich dabei aus den Augen. Frau Fischer schreibt einfühlsam über dieses Thema und die Emotionen kommen nicht zu kurz.

 

"Die Zugvögel" ist ein atmosphärischer und emotionaler Roman, der nachdenklich macht, aber durch den schönen, poetischen Schreibstil auch dazu einlädt mal wieder von etwas zu träumen!

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen