Samstag, 19. Dezember 2015

Rezension: Der lange Atem der Vergangenheit von Val McDermid

Titel: Der lange Atem der Vergangenheit

Autor: Val McDermid

Übersetzerin: Doris Styron

Verlag: Droemer Hardcover

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3426281341

ISBN-13: 978-3426281345

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Verborgen in der Turmspitze eines baufälligen viktorianischen Gemäuers in Edinburgh wird eine skelettierte Leiche mit einem Einschussloch im Schädel gefunden. Um wessen sterbliche Überreste handelt es sich? Detective Chief Inspector Karen Pirie soll den rätselhaften Fall aufklären. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in die neunziger Jahre, in die Erbarmlosigkeit der Balkankriege. In einem Labyrinth aus falschen Identitäten, politischen Konflikten und sorgsam gehüteten Geheimnissen scheint sich die Spur zu verflüchtigen. Doch manchmal will die Vergangenheit einfach nicht ruhen.

 

 


 Meine Meinung: 

"Der lange Atem der Vergangenheit" ist ein Kriminalroman des Autors Val McDermid. In diesem Buch bekommt es Detective Chief Inspector Karen Pirie mit einem sehr lange zurückliegenden und vielschichtigen Fall zu tun. Nachdem auf dem Dach der, leerstehenden und mittlerweile baufälligen, John Drummond School eine skelettierte Leiche gefunden wurde und ein Einschussloch in der Stirn auf Mord hindeutet, beginnt für Karen Pirie erst die Arbeit. Sie ermittelt die Identität des Toten und stößt dabei auf eine lange zurückliegende, aber nicht weniger schockierende, Tragödie innerhalb der europäischen Geschichte.


Zum gleichen Zeitpunkt bekommt man als LeserIn einen Einblick in das Leben von der Professorin Maggie Blake, an der Oxford Universität. Maggie leidet immer noch unter dem Verlust ihrer großen Liebe. Mitja, den sie nach dem Balkankrieg kennenlernte, ist ohne einen Grund zu nennen, plötzlich verschwunden.


Der dritte Handlungsstrang gibt dem Leser/ der Leserin einen Einblick in den Arbeitsalltag zweier Ermittler für Menschenrechtsfragen in Den Haag. Zuviele lose Enden, die den Abschluss von Fällen verhindern setzen Proctor und Macanspie ordentlich unter Druck. Ihr Vorgesetzter macht kurzen Prozess und die beiden müssen nun alles daran setzen endlich Ergebnisse vorzuweisen ...



Der Einstieg ins Buch ist mir leichtgefallen. Val McDermid's Schreibstil ist angenehm zu lesen und so kam ich beim lesen flüssig und ohne Probleme voran. Sehr schnell kommen dann schon die ersten Wechsel in der Erzählung. Insgesamt gibt es vier Erzählstränge, der vierte sind die Tagebucheinträge von Maggie. Ich finde vier Erzählstränge fast ein bisschen zuviel und das machte sich leider auch mit dem Fortschreiten der Geschichte bemerkbar. Gegen Ende konnte ich Ungereimtheiten, aber noch für mich lösen und es blieben auch keine Fragen offen. 

 

Das Thema, welches Val McDermid, für seinen Plot gewählt hat, die Balkankriege, fand ich sehr interessant und der Autor hat dies spannend und detailliert ausgearbeitet. Auch die Charaktere haben sich gut in das Gesamtbild eingefügt, sodass die Geschichte für mich glaubwürdig wurde. 

 

Trotzdem muss ich leider sagen, dass mir das Besondere an diesem Krimi gefehlt hat. Er war nett zu lesen, aber durch sehr gleichbleibende Spannung und keine wirklich Höhen, leider auch nicht mehr. Zu den historischen Hintergründen kann ich nicht viel sagen, ob der Autor sie genau umgesetzt hat, da mir hier das tiefere Wissen fehlt. Die eingebaute Liebesgeschichte war teilweise, für meinen Geschmack, zu aufgesetzt und so konnte sie mich leider nicht ganz packen. 

 

"Der lange Atem der Vergangenheit" ist ein solider Krimi zu einem sehr interessanten Thema, welcher mich leider nicht in allen wichtigen Punkten überzeugen konnte!

 

 



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