Mittwoch, 25. November 2015

Rezension: Fremd von Ursula Poznanski & Arno Strobel

 

 

Titel: Fremd

Autoren: U. Poznanski & A. Strobel

Verlag: Wunderlich

Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3805250843

ISBN-13: 978-3805250849

Preis: 16,99 Euro 








Inhalt: 

"Ich sehe das Aufflackern der Eingangsbeleuchtung nur durch Zufall. Draußen ist Licht, wo keines sein sollte. Ich steige die Treppe herunter. Genau in dem Moment, in dem ich beginne, mir lächerlich vorzukommen, tritt ein Schatten aus dem Dunkel der Küche. Der Schrei, der aus mir herauswill, erstirbt auf halbem Weg."

Ein Fremder steht plötzlich in Joannas Haus. Behauptet, ihr Lebensgefährte zu  sein. Aber sie hat ihn noch nie gesehen. Erik kommt abends nach Hause, zu seiner Joanna. Aber die erkennt ihn nicht. Glaubt, dass er ein Einbrecher ist. Und all seine Sachen sind aus dem Haus verschwunden. Jemand treibt ein perfides Spiel. Ein Spiel, das sich bald als tödlich entpuppt ...

 

 Meine Meinung: 

"Fremd" ist ein Thriller der Autoren Ursula Poznanski und Arno Strobel und es ist das erste Werk der beiden bekannten Autoren, die zum ersten Mal gemeinsam geschrieben haben. In diesem Buch geht es um die Geschichte der Protagonistin Joanna und ihrem Verlobten Erik. 

Als Joanna allein in ihrem Haus ist hört sie auf einmal Geräusche an der Tür und danach im Haus, die auf einen Einbrecher hindeuten. Als sie sich anschleicht, um zu fliehen läuft sie dem Fremden fast direkt in die Arme. Besonders schockiert ist sie, als dieser Mann behauptet ihr Verlobter zu sein. Joanna befürchtet einen irren Stalker zu haben, denn sie möchte sich vorerst nicht vorstellen, dass man seinen Verlobten, ja gar einen großen Teil seines Lebens vergessen kann, und wenn doch was dies bedeuten würde ...

 

Erik kommt eines Abends nach Hause zu seiner Verlobten Joanna. Schon im Flur fällt ihm auf, dass seine Sachen fehlen. Nichtsahnend was noch kommen soll läuft ihm Joanna beinahe in die Arme, aber alles ist anders. Joanna ist verängstigt und behauptet ihn nicht zu kennen, in der Tat will sie sogar vor ihm fliehen ... Erik hat keine Ahnung was hier gespielt wird, aber er weiß, dass es nichts gutes seien kann ...


 

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, einmal aus der Sicht von Joanna und einmal aus der Sicht von Erik. Diese Erzählweise macht die Geschichte spannend und die Wechsel haben dazu geführt, dass ich immer wissen musste wie die Story wohl weitergeht. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und auch ihre Entwicklung während der spannenden Geschehnisse ist interessant gestaltet. Vorrangig dreht es sich um die Frage wer von den beiden Protagonisten die Wahrheit sagt. Ist Erik ein Stalker, oder hat Joanna ihren Verlobten vergessen? 

 

Es gibt einige tolle Passagen in der Geschichte und ich muss sagen, dass es den Autoren wirklich sehr gut gelungen ist den Spannungsbogen zu halten. Gegen Ende spitzt sich das Szenario sogar nocheinmal zu und es gibt ein super Finale. Die Hintergründe, die man erst am Ende erfährt fand ich so genial, wie auch schockierend ausgewählt und es gibt hier sogar die Möglichkeit einer Fortsetzung. 

 

Leider habe ich schon zu Beginn geahnt, wer von den beiden die Wahrheit sagt, auch wenn ich mir nicht alles erklären konnte. Verunsichern konnte mich aber dadurch nur weniges. Die Auflösung fand ich leider sehr mau, also bezüglich des Fremd-Seins ... , da hätte ich mir etwas ein wenig glaubwürdigeres gewünscht. Ansonsten ist dieser Thriller wirklich sehr, sehr gut gewesen. Ich habe die Lesestunden total genossen und habe das Buch selten aus der Hand legen können. 

 

"Fremd" ist ein sehr guter Thriller mit tollen psychologischen Aspekten, der mich fast komplett überzeugen konnte!

 

 

Kommentare:

  1. Hallo Petra,

    bei dem Thriller reizen mich besonders diese beiden Perspektiven. Dass das Ende nicht überragend sein soll, habe ich auch schon bei anderen Rezensionen gelesen. Mal sehen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hey Nicole,
      und das zu Recht. Ich fand es sehr gelungen:-)
      Liebste Grüße, Petra

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  2. Hallo!

    Bei mir kam "Fremd" überhaupt nicht gut an. Ich fand die Erzählperspektiven, die Charaktere und auch den Schreibstil toll, aber die Storyentwicklung ins Absurde hat mich am Ende nur noch genervt. Ich kam mir vor wie in einem Möchtegern-Hollywood-Verschwörungs-Film, der am Ende noch nicht ganz logisch ist.

    LG Peter
    www.petersbuecherkiste.blogspot.de

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    1. Huhu Peter,
      ich fand es großartig. Okay das Ende ein bisschen drüber, aber sonst sehr gelungen!
      Liebe Grüße, Petra

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