Sonntag, 8. November 2015

Rezension: 30 Songs und eine Frau von Christine Weiner

 

 

Titel: 30 Songs und eine Frau

Autorin: Christine Weiner

Verlag: Marion von Schröder

Seitenzahl: 368

ISBN-10: 3547712076

ISBN-13: 978-3547712070

Preis: 14,99 Euro 








Inhalt: 

Ausbrechen! Anne sitzt in ihrem Auto, Wut im Bauch, Tränen in den Augen, eine Schüttelkugel mit dem Prater- Riesenrad und Glitzerflocken neben sich. Kurz nach Heidelberg weiß sie: Ihr Weg führt nach Wien. In die Stadt, die in der Kindheit für alle ihre Träume stand. Jetzt mit 50 erinnert sie sich an ihre Wünsche ans Leben, die sie mit 16 auf Kassette gesprochen hatte. Sie wollte reisen und verrückte Menschen kennenlernen, Dancing Queen sein, sie wollte Erdbeersektnächte und unter einem fetten gelben Mond tanzen. Sie wollte lieben und geliebt werden. Und glücklich werden. Und frei sein. Wie konnte sie das nur vergessen? An der Seite ihres pedantischen Mannes hat sie ihr Leben völlig aus dem Blick verloren. In Wien will sie das Gefühl von damals wiederfinden. Die Frauen-WG, in die sie sich einmietet, ist schon mal ein guter Anfang. Sie wird aus dem Ei schlüpfen, und wenn sie heimkommt, eine andere sein.

 

 

Meine Meinung: 

"30 Songs und eine Frau" ist ein Buch der Autorin Christine Weinert. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Anne. Anne ist vor kurzem fünfzig Jahre alt geworden und sie ist unglücklich mit ihrem derzeitigen Leben. Sie ist genervt von ihrem Alltag als Ehefrau, Mutter und Tochter einer eigenen ziemlich anstrengenden Mutter. Als sie eines Tages das Haus ihrer Eltern ausräumt erinnert sie sich nach und nach an die vielen Wünsche, die sie mit sechzehn gehabt hatte. Ungeplant macht sie sich auf dem Weg nach Wien, denn in dieser Stadt fühlt sie sich mehr mit ihren Erinnerungen und Träumen verbunden. Als sie schließlich einen Platz in einer nicht ganz normalen Frauen Wohngemeinschaft findet, kann sie noch nicht erahnen, dass diese erst der Anfang großer Veränderungen in ihrem Leben sein wird ...

 

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Der Schreibstil von Christine Weiner ist angenehm flüssig und locker zu lesen. Der Bezug zu dem Titel wird einem als Leser schnell klar, da die 30 Songs als Kapitelüberschriften eingebunden werden und somit eine Verbindung hergestellt wird. Die Lieder haben für Anne eine besondere Bedeutung, denn sie begleiten sie seit ihrem Teenagerleben und jedes verbindet sie mit einem Traum von früher. 

 

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von der Protagonistin, was es leicht macht Anne's Gefühle und Gedanken besser zu verstehen. Mir persönlich sind in der Geschichte leider die Emotionen zu kurz gekommen, da hatte ich mir viel mehr an Tiefgang erwartet. Anne entwickelt sich und orientiert sich in ihrem Leben zwar neu, aber, für meinen Geschmack, blieb die Entwicklung und vorallem die Gefühle dabei zu sehr an der Oberfläche. 

 

"30 Songs und eine Frau ist ein netter Roman, der mich mit seiner Handlung und mit den Charakteren leider nicht komplett überzeugen konnte, aber auch nicht total enttäuscht hat!

 

 



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