Freitag, 11. September 2015

Rezension: Die Brücke von Monica Byrne

Titel: Die Brücke

Autorin: Monica Byrne

Übersetzerin: Irene Holicki

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3453417844

ISBN-13: 978-3453417847

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Die nahe Zukunft: Die Welt hat sich verändert, Asien und Afrika sind die neuen globalen Supermächte, Europa und die USA nur noch eine Randnotiz, während sich über das Arabische Meer eine gewaltige schwimmende Brücke spannt, die Indien und Äthiopien miteinander verbindet. Zwei Frauen - die eine jung, die andere alt - beschließen, die fast viertausend Kilometer lange Brücke zu Fuß zu überqueren: die eine von Indien, die andere von Äthiopien aus. Es ist der Beginn einer einzigartigen Geschichte voller Geheimnisse, Liebe und Verrat...

 

 

 

Meine Meinung: 

"Die Brücke" ist ein Roman der Autorin Monica Byrne. In diesem Buch geht es um die Protagonistinnen Meena und Mariama. Meena lebt in einer indischen Zukunft, die viele Parrallelen zur heutigen Zeit hat, die aber noch weiter ausgeführt wurden. Meena flieht vor etwas oder jemandem mir war lange nicht klar wovor überhaupt. Die Autorin lässt den Leser hier also sehr lange im Dunkeln tappen. Im Gegensatz zur etwas älteren Meena, ist die Protagonistin Mariama zu Beginn der Geschichte noch ein junges Mädchen. Mariama wächst in der Sklaverei auf und beschließt eines Tages davor zu fliehen. Schließlich reist sie quer durch Afrika und macht sich auf in Richtung Äthiopien, in ein besseres Leben...

 

Der Schreibstil von Monica Byrne war für mich angenehm zu lesen, aber Besonderheiten oder auffällige Individualität fand ich der Erzählung leider nicht. Schon ziemlich am Anfang des Buches wurde mir bewußt, dass ich mir auch eine komplett andere Geschichte erwartet hatte. Ich hatte bei diesem Roman an eine Sci-Fiction Geschichte der Zukunft gedacht, aber leider eine gänzlich andere Geschichte zwischen den Buchdeckeln entdeckt. Nicht dass die Lebensgeschichten der beiden Protagonisten und auch die gezeichnete Zukunft nicht gut wären, aber es war nicht annähernd so interessant oder gar spannend, wie ich es mir gewünscht hätte. 

 

Wer also zwei besondere Lebensgeschichten lesen möchte kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und auch ihre Ziele, Sorgen und Gedanken werden von der Autorin authentisch und emotional rübergebracht. An manchen Stellen hätte ich mir trotzdem etwas mehr Tiefgang gewünscht. 

 

 "Die Brücke" ist ein netter Roman, der zwei verschiedene Lebensgeschichten verknüpft und interessante Charaktere beinhaltet, bei dem ich mir allerdings vom Klappentext eine gänzlich andere Geschichte versprochen hatte!

 

 

Kommentare:

  1. Hallo Petra,

    danke für die Einschätzung. Ich hätte mir hier mehr als "nett" erwartet, habe mir aber schon gedacht, dass es nicht unbedingt in mein Dystopien-Beuteschema passen wird.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hey Nicole, ja ich hatte mir auch echt was ganz anderes erhofft. Aber manchmal ist das so, ne? Lg Petra

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