Montag, 15. Juni 2015

Rezension: Lügenmädchen von Luana Lewis

Titel: Lügenmädchen

Autorin: Luana Lewis

Übersetzerin: Elke Link

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 320

ISBN-10: 3442313848

ISBN-13: 978-3442313846

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Stella lebt völlig zurückgezogen in einem luxuriösen, einsam gelegenen Haus in der Nähe von London. Sie hat es kaum verlassen, seit sie nach einem traumatischen Ereignis an Panikattacken leidet. Eines kalten Winterabends steht überraschend ein völlig durchgefrorenes junges Mädchen vor ihrer Tür und bittet um Einlass. Alles in Stella sträubt sich, aber die Gestalt macht einen so hilflosen Eindruck, dass sie schließlich widerwillig die Tür öffnet. Sie bereut es schnell, denn von dem Mädchen scheint eine merkwürdige Bedrohung auszugehen. Und dann beginnt Blue, Geschichten zu erzählen, die Stella zutiefst verstören. Ist das Mädchen eine Psychopathin? Oder sagt sie gar die Wahrheit? Stella weiß nicht mehr, was sie glauben soll, sie weiß nur eines: dass sie entsetzliche Angst hat ...

 


  Meine Meinung: 

"Lügenmädchen" ist ein Psychothriller der Autorin Luana Lewis. Dieses Buch ist das Debut der Autorin und erzählt aus dem Leben der Protagonistin Stella. Stella ist verheiratet und sie lebt mit ihrem Mann zusammen sehr zurückgezogen in einem luxuriösen, einsam gelegenen Haus in der Nähe von London. Stella leidet seit einem traumatischen Ereignis an einer Angststörung und Panikattacken, wodurch sie das Haus nicht verlassen kann. An einem kalten Winterabend steht unerwartet ein junges Mädchen vor ihrer Tür und da ihr Mann nicht zuhause ist, überlegt sie erstmal, ob sie überhaupt öffnen soll. Schließlich hat sie aber zuviel Mitleid mit dem durchgefrorenen Mädchen und lässt sie ins Haus, obwohl sie kein gutes Gefühl hat. Trotzdem ist Stella unruhig, denn sie merkt, dass von dem Mädchen, namens Blue, eine Bedrohung ausgeht. Zudem, erzählt sie beängstigende Geschichten und Stella weiß nicht mehr was sie glauben soll. Ist Blue eine Psychopathin, oder sind ihre Erzählungen etwa wahr?

 

Das Buch besteht aus drei unterschiedlichen Erzählsträngen. Der erste Handlungsstrang erzählt die Geschehnisse rund um Stella in der Gegenwart, nachdem sie Blue in ihr Haus eingelassen hat und was alles noch danach passiert. Der zweite Erzählstrang handelt von den Erfahrungen eines Mädchens bei ihrem Therapeuten, die oftmals sehr verstörend sind und beängstigende psychologische Wahrheiten enthalten. Der dritte Handlungsstrang befasst sich mit Stella's Vergangenheit und schildern die Zeiten bis zu dem traumatischen Ereignis, welches ihre Panikattacken hervorgerufen hat. 

 

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, dass Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und es gibt auch keine unnötigen Längen, die den Lesefluss stören könnten. Am besten gefallen hat mir der Erzählstrang um Stella und Blue. Dort war die Spannung auf einem recht hohen Niveau, was bei den anderen beiden Erzählstrangen leider nur selten bis gar nicht gegeben war. Also den wirklichen Thrill konnte ich in dieser Geschichte nicht entdecken. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, war die psychologische Komponente. Hier hat man deutlich gemerkt, dass die Autorin diesen Bereich kennt und ein großes Wissen besitzt, denn alles war, wenn auch teils sehr schockierend, beängstigend realistisch und glaubwürdig beschrieben. 

 

Alles in allem muss ich sagen, dass es leider ein paar Minuspunkte gab, und ein Thrillerliebhaber könnte von der Geschichte sehr enttäuscht sein, da vieles sehr, sehr vorhersehbar ist. Wer aber gerne spannende Erzählungen mit psychologischen Aspekten und hierbei auch Gänsehautmomenten, liest könnte dieses Buch so gern mögen wie ich, denn alles in allem waren es, für mich tolle Lesestunden. 

 

"Lügenmädchen" gleicht durch realistische, psychologische Erzählungen beinahe aus, was dem Buch leider doch sehr an Spannung fehlt!

 

 


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