Dienstag, 26. Mai 2015

Rezension: Die Falle von Melanie Raabe

Titel: Die Falle

 

Autorin: Melanie Raabe

Verlag: btb

Seitenzahl: 352

ISBN-10: 3442754917

ISBN-13: 978-3442754915

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Ich bin nicht von dieser Welt. Das sagen zumindest die Leute. Als ob es nur eine Welt gäbe. Ich stehe in meinem großen, leeren Esszimmer, in dem ich niemals esse, und sehe nach draußen. Der Raum liegt im Erdgeschoss, der Blick fällt durch eine große Fensterfront auf die Wiese hinter meinem Haus und auf den Waldrand. Dann und wann kann man Rehe beobachten. Füchse. Meine Welt ist nicht weit, aber meine Welt ist sicher. Zumindest dachte ich das.

 

Meine Meinung: 

"Die Falle" in ein Spannungsroman der Autorin Melanie Raabe. In diesem Debüt der Autorin geht es um die Protagonistin Linda Conrads. Die 38-jährige Linda ist eine erfolgreiche und bekannte Autorin und da sie sehr zurückgezogen lebt, keine Interviews oder Lesungen gibt, ist sie der Presse und ihren Fans ein großes Rätsel. Linda lebt in einer Villa am Starnberger See und alles ist okay, bis auf die Tatsache, dass sie seit ca elf Jahren nicht mehr aus dem Haus gegangen ist. Der Grund dafür ist eine Angststörung, die entstand, als Lindas jüngere Schwester Anna getötet wurde und sie sie gefunden hat. Der Mörder wurde nach der Tat nicht gefasst und Linda war die einzige Zeugin. Als die Protagonistin den Mörder eines Tages im Fernsehen sieht steht sie zuerst unter Schock, bis sie einen Plan schmiedet, mit dem sie den Täter in eine Falle locken will...

 

Nachdem ich einige sehr gute Rezensionen zu diesem Buch gelesen hatte und mich das Thema, das die Autorin aufgreift sehr interessiert habe ich mich sehr darauf gefreut "Die Falle" zu lesen. Der Schreibstil von Frau Raabe ist angenehm zu lesen, sie schreibt bildhaft und man findet immer wieder versteckte Wahrheiten. Die psychologische Komponente des Traumas und der Angststörung hat mir sehr gut gefallen und ich fand diese auch gut recherchiert und glaubwürdig. Lindas Leiden nach der Ermordung ihrer Schwester ist absolut überzeugend, ebenso wie ihre Selbstzweifel und Phobien.  

 

Auch den vermeintlichen Mörder hat die Autorin sehr gut dargestellt. An manchen Stellen lief mir echt ein fieser Schauer über den Rücken. Leider gab es in diesem Buch aber auch Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben, dies war zum einen die Rückblicke in Geschichtenform. Durch die verschiedenen Namen etc war mir das etwas zu realitätsfern. Eine andere Schreibart, um von den Geschehnissen zu erfahren, hätte mir wahrscheinlich besser gefallen. Der zweite Minuspunkt war für mich, dass die Geschichte besonders am Anfang ein bisschen auf der Stelle blieb, für mich gab es keine Entwicklung und auch keine Spannung, was sich nach dieser leichten Anfangsflaute zum Glück noch gebessert hat. 

 

"Die Falle" ist ein tolles Debüt mit viel Potenzial, dass leider nicht komplett genutzt wurde. Besonders gut gefallen hat mir die psychologische Komponente und der Schreibstil der Autorin!

 

  

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