Montag, 16. Februar 2015

Rezension: Das Lavendelzimmer von Nina George


Titel: Das Lavendelzimmer

 

Autorin: Nina George

Verlag: Knaur HC

Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3426652684

ISBN-13: 978-3426652688

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.

 

Meine Meinung: 

"Das Lavendelzimmer" ist ein Roman der Autorin Nina George. In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Jean Perdu der eine Buchhandlung in einem alten Lastkahn auf der Seine betreibt. Eine Bücherapotheke soll es sein, und Jean verkauft auch nur Bücher, die seine Kunden heilen sollen. Einzunehmen sind diese Bücher zum Beispiel bei Liebeskummer, Weltschmerz und zur Überwindung von Erwachsenenängsten.
 

Sich selbst kann Jean leider nicht durch seine Bücher heilen. Im Gegenteil, er hat aus Büchern eine Mauer um sich herumgebaut, die ihn vor dem Leben schützen soll. Besonders dick ist die Mauer vor dem Lavendelzimmer, dem Zimmer seiner großen Liebe, die ihn vor einundzwanzig Jahren verlassen hat. Als eine neue Frau in dem Mietshaus einzieht und Jean sie mit Möbeln unterstützen möchte, traut er sich erstmals seine Büchermauern einzureißen und das Lavendelzimmer zu betreten und sich seinen Erinnerungen zu stellen...

 

Was für eine bezaubernde Buchidee! Als ich den Klappentext von diesem Buch gelesen hatte, war ich gleich ganz angetan und war ganz neugierig wie sich der Protagonist Jean entwickeln würde und auch welchen Menschen er so begegnet. Der Schreibstil von Nina George hat mir sehr gut gefallen, die Autorin beschreibt die Charaktere und auch die Szenerie sehr bildhaft und ich hatte das Gefühl mit dabei zu sein.

 

Jean Perdu hat mir als Charakter total gut gefallen. Er ist authentisch und war mir gleich auf Anhieb sympathisch. Dieses Buch ist so klug und lebensnah geschrieben, wie ich es selten erlebt habe. Frau George nimmt den Leser/die Leserin nicht nur mit auf eine Reise durch das schöne Frankreich, sondern regt auch zum Nachdenken an. Mit klugen Aussagen und Denkanstössen hat mich diese Geschichte wirklich beeindruckt. 

 

"Das Lavendelzimmer" ist eine warmherzig geschriebene, emotionale und faszinierende Geschichte, die zum Nachdenken anregt und deren Inhalt auch noch sehr lange nachhallt!

 

 

 

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