Freitag, 26. September 2014

Rezension: Lass die Kindheit hinter dir


Titel: Lass die Kindheit hinter dir

 

Autorin: Ursula Nuber

Verlag: dtv

Seitenzahl: 240

ISBN-10: 3423347082

ISBN-13: 978-3423347082

Preis: 9,90 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Viele Menschen fragen sich: »Warum bin ich so, wie ich bin? Und wäre ich anders, wenn meine Kindheit glücklicher verlaufen wäre?« Jeder Mensch wird von seiner Kindheit geprägt - doch sie ist nicht ausschlaggebend für unser späteres Glück oder Unglück. Die Psychologin Ursula Nuber zeigt: Es gibt keine schicksalhafte Entwicklung der eigenen Biografie, wir müssen also nicht zwangsläufig unser ganzes Leben mit den Auswirkungen unserer frühen Erfahrungen kämpfen. Sie plädiert dafür, sich nicht als hilfloses Opfer der Vergangenheit zu sehen, und zeigt, wie die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit uns neue Kraft und Stärke geben kann.

 


 



Meine Meinung: 

In "Lass die Kindheit hinter dir" beschreibt Ursula Nuber ein Thema, welches in der Psychologie immer mehr Beachtung findet. Sie beginnt damit zu erklären warum Ausweichmanöver früher nützlich, aber heute sogar schädlich seien können und erzählt in der Einleitung von den möglichen Folgen aus der Kindheit, aber auch von einem Weg die Kindheit hinter sich zu lassen und zur Selbsterkenntnis zu gelangen. In einer guten Mischung aus Theorie und Erfahrungsgeschichten geht die Autorin als erstes auf den Einfluss unserer frühen Jahre ein, und was eine Kindheit ohne Liebe auslösen und/oder beeinflussen kann. In diesem Zusammenhang erklärt Frau Nuber als nächstes was unsere frühen Bedürfnisse sind und was wir als Kind überhaupt gebraucht hätten.

 

Danach geht es um die Themen "Glaubenssätze aus der Kindheit" und "alte Wunden, Stress und Wiederholungszwang", welche die Autorin einfühlsam und eindrücklich schildert. Was ich sehr spannend fand ist, dass auch die Frage gestellt wird, ob die Kindheitserfahrungen und ihre Auswirkungen aufs Jetzt vielleicht überschätzt werden. Nach diesen Kapiteln folgen Möglichkeiten, wie man sich selber helfen kann, die Resilizienz und spätere positive Erfahrungen, sowie der große Bereich der Akzeptanz. 

 

Abschließend runden die Themen zur Beruhigung des inneren Kindes und der Bereich des Vergebens, dieses tolle Buch ab. ich konnte für mich sehr viel daraus mitnehmen und finde viele Dinge nachvollziehbar und hilfreich. Sicher ist es bei einigen Punkten (zB einer Posttraumatischen Belastungsstörung, oder schwerer Depression) nicht mit diesem Buch alleine getan, sondern es ist eine Behandlung durch Therapeuten vorrangig, aber dieses Buch gibt eindeutig Denkanstösse und liefert hilfreiche Tipps für den besseren Umgang mit sich selbst und seinen Kindheitserfahrungen.

 

  

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