Freitag, 12. September 2014

Rezension: Das Lächeln der Leere


Titel: Das Lächeln der Leere

 

Autorin: Anna S. Höpfner

Verlag: cbt

Seitenzahl: 256

ISBN-10: 3570309266

ISBN-13: 978-3570309261

Preis: 7,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Sofia ist gerade einmal vierzehn Jahre alt – und magersüchtig. Anstatt wie alle anderen in ihrem Alter erste Erfahrungen mit Jungs zu machen und Partys zu feiern, steckt sie in einer Klinik fest, in der sie neu erlernen soll, was für andere Jugendliche selbstverständlich ist: leben. Schnell spürt sie, dass es gar nicht so einfach ist, ihre Sucht aufzugeben und etwas zu finden, was die Leere in ihr wirklich ausfüllt. Tag für Tag kämpft sie sich durch den Klinikalltag, auf der Suche nach sich selbst. Sie begegnet dort Mädchen, die sie verstehen und im Gesundwerden bestärken. Und ganz langsam findet Sofia etwas wieder, das sie vor langer Zeit verloren hat: ihr Lächeln.

 

Meine Meinung: 

In "Das Lächeln der Leere" von Anna S. Höpfner, schreibt die 14-jährige Autorin über ihre Erfahrungen und Empfindungen bezüglich ihrer Magersucht. Anna erzählt sehr authentisch und emotional von ihrer Zeit in einer Klinik für Essstörungen. Für manchen sind diese Erzählungen vielleicht schonungslos, aber ich finde sie wunderbar ehrlich. Es sind die Gedanken eines jungen Mädchens, welches eigentlich mit Freundinnen auf Partys gehen sollte, anstatt sich selbst zu hassen und jede Kalorie zum Feind zu machen. 

 

Der Autorin gelingt es mit der Ich-Erzählform sehr gut, mich als Leser in die Situationen "hineinzuziehen" und Gedanken werden nachvollziehbarer. In diesem Buch finden sich Beschreibungen einer Station für Essstörungen, bestimmte Eigenheiten, wie das Wiegen, oder die Erwähnung von Zwangsernährung durch hochchalorische Shakes. Auf der anderen Seite geht es auch um Träume, Ziele und den Wunsch zu Leben, genauso aber manchmal um die Frage, warum gerade ich? 

 

Der Schreibstil der Autorin ist einfühlsam und teilweise auch philosophisch angehaucht, durch ihre Überlegungen. Man vergisst leicht beim Lesen, dass dies ein junges Mädchen erlebt, was solche schlimmen Empfindungen eigentlich gar nicht erleben müssen sollte... Ich jedenfalls habe das Buch sehr bewegt beiseite gelegt mit einem lachenden und einem weinenden Auge und kann dieses Buch nur weiterempfehlen! Es ist toll!

 

 




 

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